14. Oktober 2012

Eises Kälte von Klaus Kormann

(M: Oldigor-Verlag)

MitEises Kälte” ist der erste Kriminalroman im Oldigor-Verlag verlegt worden.
Klaus Kormann`s Krimi erschien im März 2012 und kann als E-Book oder gedruckte Version erstanden werden.
186 Seiten, welche ich einfach nicht aus der Hand legen konnte, bekam ich vom Verlag als Rezensionsexemplar, wofür ich herzlich danke …

Altenberge besitzt viele Geheimnisse. Das wohl Größte wird nun aufgedeckt.

Eine 140 Jahre alte Leiche wurde in einem zugemauerten Teil des historischen Eiskellers gefunden.
Nun ermittelt das Team um die junge Kommissarin Karen Leymann.
Diese ist sofort gefesselt von dem mysteriösen Toten, welcher viele Ungereimtheiten aufweist, zum Beispiel das die Leiche in all der Zeit nicht verweste, noch das sein Blut geronnen ist.
Dank des Pathologen Gregor McNamara hat das Team nicht nur einen außergewöhnlichen Mann an ihrer Seite, sondern auch einen Experten der Parapsychologie, welches sich noch als überaus nützlich erweisen wird.
Da die Leiche zweifelsfrei ins Jahr um 1860 datiert wurde, legt der Staatsanwalt den Fall ad acta.
Karen kann den Fall nicht einfach fallen lassen, etwas an den ganzen Umständen zieht sie magisch an.
Am über 100 Jahre zurückliegenden Tatort angekommen hört sie Stimmen, als diese, für dass 17. Jahrhundert typische, Hochdeutsch reden, stutzt Karen.
Diese Männer reden über eine neue Eislieferung für diesen Teil des Eiskellers und sie tragen die gleiche Machart der Kleidung, welche sie auch der Tote anhatte.
Etliche Meter im Keller scheint auf einmal ein Unglück passiert zu sein, Karen versucht zu helfen, aber niemand kann sie hören, geschweige denn sehen …

Für einen guten und wie hier kurzen Krimi bin ich immer zu haben, doch auf die Veränderungen im Laufe der Geschichte war ich nicht vorbereitet.

Der normale Anfang, so typisch für jeden Krimi, eine Leiche, ein Ermittlungsteam, auch hier, aber der sehr geschichtsträchtige Ort macht das Gesamtpaket zu einer spannenden Unterhaltung.
Sehr sympathisch ist die Protagonistin Karen Leymann, deren Ermittlungsweg der Leser begleiten kann.
Karen ist offen und sehr verbissen in der Aufdeckung ihres Falles, als sie dann auch noch bemerkt das die Leiche etwas mit ihrer Familie zu tun hat, geht sie der Lösung von diesem Fall vollkommen auf.
Das Außergewöhnliche an “Eises Kälte“ sind die Zeitreisen, welche Karen bei der Erkundung des Tatortes immer wieder durchfahren.

Jeden Morgen gegen fünf Uhr muss sie in den Eiskeller, um zu erfahren, wie die Geschichte weiter geht und um heraus zu bekommen, wer die geheimnisvolle Leiche ist.
Peer, ihr Kollege, macht sich immer mehr Sorgen um Karen, denn nicht nur das sie meist für einen ganzen Tag spurlos verschwindet sie ist danach auch vollkommen fertig und redet über seltsame Dinge.
Die Beiden kommen sich immer näher und Karen vertraut sich ihm an, natürlich ist er über ihre Ausführungen geschockt, doch der Pathologe Gregor McNamara steht Karen bei.
Dieser erklärt ihnen das sie anscheinen eine besondere Verbindung zu diesem Eiskeller zu Altenberge besitzt und nur deswegen immer, wie magisch angezogen wird.
So entwickelt sich die komplette Story um das Leben Karens herum, was in keinster Weise langweilig wird.
Der Autor dieses fließenden Meisterwerkes ist Klaus Kormann, welcher dem Krimi Leben einhaucht und mit den historischen Informationen über den Eiskeller und das Leben im 17. Jahrhundert, werden die Ermittlungen Karens um so spannender.
Natürlich werde ich euch nicht das Ende das kleinen Krimis verraten, aber seit versichert das es auch hier zu großen Überraschungen kommen wird.

Ich danke dem Oldigor-Verlag und hoffe sehr das Klaus Kormann weiterhin so spannende und fesselnde Krimis auf Papier bringen wird.

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