10. November 2012

Das göttliche Mädchen von Aimée Carter

 (M: pecher und soiron, Köln; Harlequin Enterprise S.A., Schweiz; MIRA Taschenbuchverlag)

Das Debüt der Amerikanerin Aimée Carter wurde nun auch, am 10. Mai 2012, in Deutschland veröffentlicht.
Mit “Das göttliche Mädchen” startet die junge Autorin ein mythologische Reihe, voller Rätsel und Spannung.
Der MIRA-Taschenbuch Verlag hat diesen magischen Roman nicht nur verlegt, sondern ihn uns auch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, ein großes Dankeschön dafür.

Kate ist achtzehn Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter in das kleine Städtchen Eden, im Staat Michigan, zieht.

Ihre Mutter leidet schon seit Jahren an einem unheilbaren Krebs und ihr letzter Wunsch war es dort, in der Stadt in der sie groß geworden ist, zu sterben.
Kate ist zuerst alles andere als entzückt, denn tief im Inneren sehnt sie sich zurück nach New York und in die Zeit in der sie und ihre Mutter noch glücklich waren und keine tödliche Krankheit über ihnen schwebte.
Nun soll Kate dort, in Eden, zur Schule gehen und ein “normales” Leben führen, jedenfalls erhofft sich das ihre Mutter.
Kate ist in ihren Gedanken immer bei ihrer Mutter, sie pflegt sie nachts und hält ihre Hand, wenn sie wieder große Krankheitsschübe bekommt.
An ihrer neuen Schule wissen alle über ihre Lebenssituation Bescheid und nehmen Kate schnell in ihrer Mitte auf.
Vor allem James steht vom ersten Augenblick als guter Freund an ihrer Seite und führt sie durch die erste Zeit an der Schule.
Als die hübsche Ava Kate zu einer Party einlädt, möchte auch ihre Mutter, dass Kate sich mal gehen lässt und endlich ihre Jugend genießen kann.
Zusammen mit Ava macht sie sich auf den Weg zur Party. An einer alten Villa bleibt Ava stehen - Eden Manor - düster und mystisch.
Als ihr Weg an einem kleinen Fluss endet, sieht sich Kate ihrer größten Angst gegenüber … Wasser.
Vor nichts auf der Welt, außer dem Tod ihrer Mutter, hat sie mehr Angst, Ava aber springt in den Fluss und stößt sich den Kopf.
Bewusstlos treibt sie darin, und Kate ist innerlich hin und her gerissen.
Um Ava zu retten, geht sie einen Pakt mit einen unheimlichen, plötzlich aufgetauchten, jungen Mann ein … Henry.
Ohne zu ahnen, welche Folgen es haben wird …

Als ich anfing das Buch zu lesen, waren manche Textpassagen sehr verwirrend, aber zum Glück wurde diese Verwirrung schnell beseitigt.
“Das göttliche Mädchen” war für mich wie eine Mischung aus “Göttlich verdammt” und “Die schöne und das Biest”, nur dass Henrys Erscheinung keinem Biest gleicht, sondern eher einem Adonis.
Kate ist eine sehr angenehme Protagonistin, nie nervig und immer auf das Wohl ihrer Mitmenschen bedacht, wobei sie oft ihre Bedürfnisse vollkommen vergisst.
Wie ich schon erwähnte ist die Geschichte zum Anfang sehr verwirrend, denn Kate muss erst alles für sich selbst zusammensetzten und so muss der Leser sich streckenweise etwas gedulden, um das eine oder andere Geheimnis lüften zu können.

Aimée Carter hat einen sehr leichten Schreibstil, wie ihn wohl viele von euch bei den meisten Jugendbüchern kennen und lieben, zudem hat sie eine tolle Welt erschaffen, die in dem zweiten Teil “Die unsterbliche Braut”, welches im November 2012 erschienen ist, hoffentlich eine gute Fortsetzung findet.
Natürlich darf die Erwähnung des tollen Covers hier nicht fehlen. Mitten im Wald, unter einem Blätterdach, liegt ein, in einem weißen Kleid gehülltes, Mädchen. Sehr anmutig und verträumt … einfach passend zur Geschichte im Buch.
Nun hoffe ich das auch ihr euch in die Welt von Kate begeben werdet. Seid aber gewarnt, denn jeder Wunsch oder jedes Versprechen kann für euch ins Gegenteil gewandelt werden und große Gefahren mit sich bringen.

Ich bewerte dieses Buch mit 4 von 5 Kolibris, weil streckenweise die Textpassagen etwas hackten und der Klappentext mich in eine ziemliche Verwirrung stürzte, also bitte lest euch nicht den Klappentext durch, sondern startet gleich in die verzaubernde Welt von Kate und Henry.

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