2. Januar 2013

Schwarz wie Schnee von Jutta Wilke

 (M: Suse Kopp; plainpicture/Readymade-Images/Baptiste Mourrieras; sauerländer-Verlag)

Nach ihrem Erfolg mit “Wie ein Flügelschlag” hat nun die Autorin Jutta Wilke ihr “Schwarz wie Schnee” auf den Buchmarkt veröffentlichen lassen.
256 Seiten, mit einer Protagonistin ohne Erinnerung und einer düsteren Stimmung, erwarten den Leser.
Gebunden wurde das Buch im Sauerländer-Verlag.

Kira sollte ein ganz normaler Teeanger sein, doch ein schwerer Unfall nahm ihr 17 Jahre Erinnerung.
Weder weiß sie, wer diese Frau an ihrem Krankenbett ist, noch wer sie selbst war und ist.




Zurück im Alltag kämpft sie mit jedem kleinen Schritt, ihr Zimmer ist ihr fremd, in der Schule erkennt sie kein Gesicht.
Nur der sympathische Julian, welcher sie einmal im Krankenhaus besuchen kam, will ihr helfen.
Kira bekommt eine düstere Vergangenheit vorgesetzt und verfolgt von einem Unbekannten weiß sie nicht, wie sie sich von dem Grauen lösen soll.
Eine spannende Reise zurück in die Vergangenheit erwartet Kira, mit dabei, die Hoffnung auf Erkenntnis und die Wiederkehr ihrer Erinnerungen …


Ein schrecklicher Gedanken - aufzuwachen im Krankenhaus, ohne Erinnerungen an die eigene Vergangenheit, dieser Gedanke war es welcher mich zum Buch greifen ließ.
Jutta Wilke ist mir eine lieb gewonnene Autorin, nachdem ich bereits “Holundermond” und “Wie ein Flügelschlag” verschlungen habe, fand ich mich in der gleichen Situation bei “Schwarz wie Schnee” wieder - lesen bis zum Ende.
Kira als Protagonistin erleben zu können jagte mir ständig eine Gänsehaut über dem Körper.
Bei jedem Seitenumschlag dachte ich ‚was wird auf sie warten’.
Sie ist ein sehr zerrüttetes Mädchen, wirkt hysterisch und sehr weinerlich, und bekommt auch von ihrer angeblichen Mutter keinen Halt.
Aber all dies gehört einfach zu ihr und lässt sie stärker werden.
Sie nimmt die Situation an und versucht immer mehr sich zu erinnern, bruchstückhaft zwar, aber dennoch Puzzleteile, welche ich als Leser auch versucht habe zusammenzufügen.

Julian ist ein toller Gegenpart zu Kira, er bestärkt sie, zweifelt zeitweise auch, aber ist doch immer standhaft und an ihrer Seite.
Die ganzen Nebencharaktere in Kiraswelt, von der Mutter bis hin zum unheimlichen Tarek machen aus dem Werk ein Jugendthriller durch und durch.
Bei jeder neuen Erkenntnis, welche Kira sammelt, rätselt man, als Leser, gleich mit was das alles zu bedeuten hat.
Ist sie wirklich die Kira, die alle ihr einreden wollen? Warum träumt Kira, dass sie vor etwas geflohen ist, wenn alle erzählen, dass sie einen Unfall auf ihrem Motorroller hatte? Was hat das Ganze mit den mysteriösen Anrufen und E-Mails zu tun? Ist Julian wirklich um sie besorgt oder will er sie vor etwas bewahren?
Diese und weitere Gedanken kreisen bis zum Schluss … ja der Schluss.
Zu diesem werde ich hier natürlich nichts schreiben, denn das ist, wie bei allen guten Thrillern, die Lösung des ganzen Rätsels.

Das einzig negative an dem ganzen Buch ist die Qualität des Einbands, welcher bei mir, trotz vorsichtigen Lesens, stark zerknickt wurde und das für den stolzen Preis von fünfzehn Euro. Ich hoffe, dass dieser Verlag beim nächsten Buch auf Hardcovereinband setzt.

Jutta Wilkes Schreibstil ist wieder sehr mitreisend, ihre Figuren scheinen zu leben und durch die Seiten zu rennen, auf der Suche nach Antworten.
Auch das Cover ist passend gespaltet. Warum und wieso dort diese beiden Gesichter abgebildet sind, was das ganze zu bedeuten hat und ob Kira erfährt, wie sie in der Vergangenheit war?
Das alles könnt ihr selbst nachlesen in Jutta Wilkes “Schwarz wie Schnee”.

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Kommentare:

René u. Jessi Swiecik hat gesagt…

Das Buch hört sich ja auch echt toll an ;) wäre glaube ganz unser Geschmack :D

Danke für die Toller Rezension.

Rene und Jessi

Conny Z. hat gesagt…

Bitteschön ;)
Wir beide lieben Jutta Wilke und haben all ihre Bücher gelesen :))

Liebste Grüße und ich hoffe ihr seit gut reingerutscht ;)

Lg, Conny

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

der Name kam mir gleich so bekannt vor!

LG..starone..

Conny Z. hat gesagt…

Sie hat "Holundermond" und "Wie ein Flügelschlag" geschrieben ;)

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

stimmt bei diesem Namen werden Erinnerung wach ...

LG..starone...

Blubb hat gesagt…

Stimmt nicht, Holundermond habe ich angefangen und dann abgebrochen :) Fand ich zu langweilig :D
Aber wie ein Flügelschlag war ziemlich gut :)