14. Februar 2013

Miras Welt von Marlies Lüer

(Copyright: Karsten Sturm von chichili; Marlies Lüer)

In “Miras Welt” verarbeitet Marlies Lüer nicht nur autobiografische Aspekte, sondern nimmt auch sehr spirituelle Handlungsweisen in die Geschichte mit auf.
Das E-Book Format ist circa 249 Seiten lang und in Eigenregie, am 9.Oktober 2012, auf dem Markt gekommen.
Ich danke der Autorin sehr für diesen Einblick in ihre Vergangenheit, welche mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Beim Öffnen ihrer Post geschah es Mira, dass sie Melissa zum ersten Mal sah - in einer ihrer, immer mal wieder auftauchenden, Visionen.



Die beiden Frauen haben sich nie zuvor in die Augen geschaut, aber dank Miras Gabe begann eine Geschichte voller Emotionen, welche in diesem Buch niedergeschrieben ist.

Melissa ist eine junge Journalistin und eigentlich glücklich - obwohl sie sich eine schönere Arbeit und mehr Zeit mit ihrem Freund Hardy durchaus vorstellen könnte, beklagt sie sich nie.
Als ihre Wohnung plötzlich von Hardy gekündigt wird und sie auch den Weg ins Singledasein antritt, scheint die Begegnung mit der freundlichen alten Dame Mira, wie ein Lichtblick in Melissas Leben zu sein.
Viele Dinge erscheinen in ihrer Nähe in einem anderen Licht und durch ein kleines Buch, welches Miras größten Schicksalsschlag in sich birgt,

beginnt Melissa ihr bisheriges Leben zu überdenken ...

Die Autorin Marlies Lüer hat mich ganz schön mitgerissen und das, obwohl ich einen Aspekt in ihrem Buch nicht so ansprechend, für mich, empfand, dazu aber später mehr.
Mein erster Eindruck war ganz normal - normale Frauen, normales Leben, bis die Autorin durch Miras Sichtweise das Geschehen in andere Bahnen lenkte.
Sie begann von Engeln, Tarotkarten und allem möglichen Dingen zu schreiben, was mich zuerst aufhorchen ließ.

Eigentlich bin ich nicht so ein spiritueller Mensch, aber hier hat es perfekt dazu gepasst und die alte Dame Mira habe ich auch gleich in mein Leserherz geschlossen.
Sie hat einen sehr warmherzigen Charakter, ist immer für alle Menschen da und hilft, wo sie nur kann.
Dabei viel mir auf, dass sie sich dadurch selbst sehr in den Hintergrund drängen lässt und ihr eigenes Inneres mit Missachtung zu strafen beginnt.
Nur ihr eigener “Engel” zeigt ihr immer wieder den richtigen Weg. Für mich war dieser Engel Melissa.
Auch wenn es in der Geschichte zuerst so aussieht, als wenn Melissa die Hilfe nötiger braucht als Mira, so geben sich die beiden Frauen gegenseitig einen starken Halt.

Marlies Lüer schreibt sehr flüssig und interessant, sie informiert auch sehr gut über diese spirituellen Themen und baut sie gekonnt mit in die Geschichte ein.
Das Schicksal von Mira ist ein großer Punkt im Buch - denn ihr Sohn Martin kam als autistisches Kind auf die Welt. Nur die Mutter wusste von Anfang an, dass mit ihrem kleinen Kerl etwas nicht stimmt, wo doch der Zwillingsbruder so gesund erschien.
Ein großer Leidensweg lag vor ihr und diesen hat sie in einem Buch verfasst, welches Melissa Jahre später zum Lesen bekommt.

Selbst mich hat diese Geschichte selbst getroffen, was glaube ich jede Mutter sehr mitnehmen würde, vor allem wenn man glücklich ist, ein gesundes Kind geboren zu haben.
Da dies eine autobiografische Verarbeitung der Autorin ist, kann ich nur meinen Hut vor ihr ziehen, dass sie diesen langen Weg mit ihrem Kind gegangen ist und immer durchgehalten hat, ob es gute oder schlechte Tage gab - eben so, wie jede Mutter es tun würde.

Natürlich ist nicht alles traurig in diesen Schilderungen, auch ein autistisches Kind ist ein ganz normaler Mensch, nur das, wie ich oft empfinde, diese Kinder ihr Leben anders wahrnehmen als wir selbst.
Das Einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, ist das gegen Ende des Buches mit einfach die so genannten “Engelserscheinungen” zuviel wurden und ich lieber mehr aus dem Alltag von Mira und Melissa hätte lesen wollen.

Aber auch Melissa bekommt ihr eigenes Buch und so freue ich mich, auch “Melissas Welt” kennenlernen zu dürfen.

“Miras Welt” ist für mich ein sehr nachdenkliches Buch, mit einem realen Hintergrund, welcher mich oft zum Nachdenken angeregt hat und selbst ich begann über mein Leben, im Hier und Jetzt, nachzudenken.

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Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

da schreibst Du wirklich wahre Wort....denn die Gesundheit ist das höhste Gut, finde ich für jeden Menschen sollte es zumindest sein, denn alles im Leben lässt sich möglicherweise regel.

Ich bin da auch nicht so mystisch angehaucht, aber manchmal denke ich mir, ist einfach eine gewisse Dankbarkeit im Leben wirklich angebracht/sinnvoll, dass man in der Familie zum Beispiel einfach gesund ist.

Ich glaube, diese Einstellung geht manchmal an uns allen vorbei, weil es uns einfach zu gut geht....

Diese Buch..leider E-Book passt auch gut in die jetzt beginnende Fastenzeit oder?


LG..starone...


Conny Z. hat gesagt…

Hallo starone,

ja leider ist es noch ein E-Book - aber vielleicht hat soeben dein Beitrag dazu beigetragen das es gedruckt wird ;)

Ich bin auch froh das alle halbwegs gesund sind und, gerade wenn man liest wie es anderen Leuten ergeht, sollte man selbst nicht rumjammern.

Ich habe einen Blog, euch und viele tolle Bücher - na besser kann es doch gar nicht gehen.

Großer Knuddler an alle - gerade heute zum Valentinstag :)))

Eure Conny von dieSeitenfluesterer

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

na das wäre doch ein Ding!!

Ja, leider jammern die meisten Leute viel lieber als dankbar zu sein, wie gut es ihnen geht.

Knuddler zurück, hi hi..LG..starone...

Marlies Lüer hat gesagt…

Die Chancen stehen gut, dass das Buch (und auch der Nachfolger "Melissas Welt") in 2014 als Taschenbuch in den Handel kommt!

liebe Grüße,
Marlies

Britta Wisniewski hat gesagt…

Inzwischen wurde das Taschenbuch gedruckt und kann breitflächig im Handel erworben werden. Weiterhin von der Autorin inzwischen als eBook erschienen ist "Midirs Sohn" und gerade in Vorbereitung "Melissas Welt" was ja der Nachfolger zu Miras Welt ist!

Gruß aus Essen
Britta Wisniewski
www.traumstunden-verlag.de
Verlegerin