12. März 2013

Im Schatten der Lust von Sandra Henke

(Copyright: Nele Schütz; shutterstock/Anette Linnea Rasmussen; Heyne-Verlag)

Am 10.Dezember 2012 erschien Sandra Henkes Buch “Der Gebieter” in neuer Aufmachung und neuem Titel “Im Schatten der Lust” im Heyne-Verlag.
240 Seiten voller knisternder Erotik, ein typischer Roman der Autorin.
Ich danke dem Verlag sehr für dieses Rezensionsexemplar.

Naomi sollte mit ihren 26 Jahren glücklich sein.
Sie hat einen guten Job, einen Mann mit Erfolg und lebt geborgen mit ihm zusammen und das schon seit acht Jahren.
Doch Naomi fehlt das gewisse Etwas in ihrer Beziehung - die Lust.
Cheng bereitet ihr diese schon lange nicht mehr. Für ihn ist der Geschlechtsakt nur noch eine Art Muss, welches er nachkommen soll.
Naomi hat genug und flüchtet auf das Weingut ihrer Verwandtschaft.
Dort lernt sie Samuel kennen, welcher allem Anschein nach einer großen Familienenthüllung auf der Spur ist.
Das möchte Naomi verhindern, aber Sam lässt sich nur durch Ausübung seiner Dominanz überreden …


Allein das Cover des Buches lässt es erahnen, SM-Spiele gehören auch hier zur Handlung.
Und das nicht nur zwischen der Protagonistin und Sam, sondern auch aus voyeuristischen Szenen lässt es die Autorin ordentlich knistern.

Sandra Henke versteht es ihre Leser in der Hand zu halten und diese, zusammen mit der Protagonistin, durch die prickelnsten Szenen zu ziehen.
Auch hat sie ein Gespür dafür, wann diese Szenen überhandnehmen könnten und setzt im richtigen Augenblick wieder mit der Kernhandlung ein.
In Naomi konnte ich mich sehr gut einfühlen, ich spürte, wie unzufrieden sie mit ihrer Beziehung ist und wie sehr sie doch am liebsten Cheng zeigen möchte was ihr fehlt.
Und zum anderen, wie sehr sie die Aufmerksamkeit von Sam genießt und sich bei ihm fallen lassen kann.
Was mir persönlich sehr an den Haaren herbeigezogen war, waren die ganzen sexuellen Szenen im Umfeld der Protagonistin. Die komplette Familie scheint sehr Libido lastig zu sein. Und auch konnte sie diese dann immer dabei beobachten, ohne ein Schamgefühl zu empfinden, was ich mehr als merkwürdig empfand.
Naomi und Sam harmonieren nicht von Anfang an miteinander, sondern sind eher in einer kleinen Plänkelei verstrickt.
Er hat dabei den anheizenden Part inne und sie spielt die Schüchterne, wobei die komischsten Szenen entstehen.

Naomi ist auch kein typischer Sub, so ganz schien sie sich ihm nie unterwerfen zu können und doch hat die Autorin ihren Figuren sehr viel Spielraum gelassen, um sich erkunden zu können.
Die Ausführungen und Beschreibungen der erotischen Szenen sind keineswegs anwidernd oder manche würden “eklig” sagen, sondern normal formuliert und durchaus lustvoll gestaltet.
Gut fand ich auch, dass sich Naomi nie zu erniedrigenden Sachen niederlassen musste und Sam immer auf eine gewisse Grenzüberschreitung geachtet hat.

“Im Schatten der Lust” - der Titel vereint alles, was es dazu zu sagen gibt und lässt dennoch den Freiraum für Fantasie.

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