3. Juli 2013

Wo ein Wille ist von Anne Saalean

(Copyright: Anne Saalean)

Als ich das Angebot des Rezensionsexemplars zu “Wo ein Wille ist” von Anne Saalean angenommen hatte, dachte ich an einen guten Thriller.
Es ist eine Selbstauflage von ihr, die am 15. Dezember 2012 als E-Book Version veröffentlicht wurde.
Danke liebe Autorin, meine Eindrücke könnt ihr nun hier nachlesen.

Endlich ist der Albtraum von Vera Tod, ihre eigene Mutter.
Sie drangsalierte sie von je her, nur ihre Schwester Iris hat alles, was Vera sich immer erträumt hatte.
Einen attraktiven Mann, Geld und ein gutes Leben.
Als sie Simon am Grab ihrer Mutter wiedersieht, fühlt sie das sie ihn noch immer liebt.
Er lädt sie zu seinem Geburtstag, was Veras Schwester so gar nicht gefallen will.
Vera muss schnell feststellen, dass sie nicht so empfangen wird von Simon, wie sie es sich erwünscht hatte.
Nicht nur das Iris und er es vergessen haben, auch ist es der letzte Abend für Iris.
Vera ist geschockt, ihre Schwester ist im betrunkenen Zustand von der Treppe gefallen, laut Aussage von Simon.
Doch nicht nur um den Tod seiner Frauen sind Lügen gesponnen …


Dies ist ein Thriller, der vielversprechend anfing, aber im Verlauf sich leider verlor.
Anne Saalean hat mit ihrem Prolog bereits Spannung aufgebaut.
Die geheimnisvollen Gedankengänge eines/einer Unterbekannten wurde dazu benutzt, um den Fokus auf ihre Protagonistin Vera zu lenken.
Leider hatte ich da bereits das Gefühl, das sie zu viel auf Veras Handlungsweise hingedeutet hat.
Wer diesen Thriller liest, bemerkt vielleicht auch diese Erleichterung in Vera, darüber, dass ihre Mutter endlich Tod ist.

Nachdem ich jedoch den Prolog gelesen hatte, machten sich schon erste Zweifel bemerkbar, ob es auch wirklich ein natürlicher Tod war.
Das sei aber dahingestellt, da Vera nun ihr Leben zum ersten Mal allein bestreiten muss.
Als ihre Schwester Iris und deren Mann Simon in die Handlung treten, dreht sich Veras Fokus nur noch um Simon.
Er steht kurz vor seinem 50. Geburtstag und ist immer noch so attraktiv, wie sie ihn in Erinnerung hat.
Da das Verhältnis der Schwester nie zum Besten stand, haben sich diese schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen.
Was sich auch deutlich an den Spannungen zwischen den Beiden spüren lässt.
Vera nimmt nach der Beerdigung ihr Leben selbst in die Hand, bis dahin erschien sie mir wie ein kleines Mädchen, das im Inneren schreit endlich von ihrer Peinigerin befreit zu werden.

Etwas davon trägt sie noch in die Handlung mit hinein, dieses verliert sich im weiteren Verlauf und Vera wurde mir unsympathisch.
Diese Unsympathie beginnt, als sie zur Geburtstagsfeier aufbricht.
Ich hatte immer das Gefühl, dass sich nun alle Aufmerksamkeit auf sie richten muss.
Als dann der von Simon so betitelte Unfall geschah, dachte ich, dass die Handlung nun richtig losgeht.
Dem war nicht so.
Falsch Aussagen, das Einnisten im Haus seitens von Vera und zahllose Geliebte Simons beginnen die Handlung träge und langweilig werden zu lassen.
Es halfen auch ein paar Todesopfer nicht, die Luft war bei mir raus.

Vera glänzte nur noch mit ihren „Ich“ Gedanken und dem fast schon kranken Willen Simon zu gefallen. Sie hing wie eine Klette am Haus und plante sogar in Gedanken schon ihre Vorstellungen zu einen möglichen Umbau.
Sie merkte einfach nicht, dass Simon sie nur ausnutzt und kein Interesse an Vera zeigt.
Einerseits unterstützt er Vera bei bestimmten Taten, andererseits ist er zeitweise ziemlich grob zu ihr.
Anne Saalean hat trotz meiner negativen Auflistung einen guten Wortschatz und einen flüssigen Schreibstil.

Vielleicht komme ich bald wieder zu der Ehre, ein Buch von ihr lesen zu können.
Es muss ja nicht wieder ein Thriller sein.

Für ihr Buch vergebe ich zarte 2,5 Kolibris und runde sie auf 3 auf.

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Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Conny,

und Du hast Dich jetzt schon informieren können/dürfen. Klasse..

Weil das EBook ja erst im Dezember herauskommt.

LG..Karin..

Conny Z. hat gesagt…

Hallo bin wieder daaaaa...
Sorry sollte 2012 heißen,aber die liebe Alex hatte es für mich geändert.
Ging vom Handy aus nicht ;)
Aber ich lese auch Bücher vorher ^^

GLG, Conny