12. August 2013

City of Bones von Cassandra Clare

Gastrezension von Alexandra F. - Danke!

 
(Copyright: Arena-Verlag)

Vor ein paar Tagen las ich anlässlich des bald erscheinenden Films zum gefühlten 100 mal "City of Bones" von Cassandra Clare und war noch genau so gefangen wie beim ersten Mal. Das Buch erschien schon 2008 im Arena Verlag und ist mit seinen 512 Seiten ein ganz schöner Wälzer.



Eigentlich sollte es ein ganz normaler Abend für die fünfzehnjährige Clary und ihren besten Freund Simon werden. Zusammen besuchen sie den Club Pandemonium um dort zu tanzen. Doch ziemlich schnell wird Clary klar, dass nichts normal ist. Sie bekommt einen Kampf zwischen drei tätowierten Jugendlichen und einem blauhaarigen jungen Mann mit, der zu Asche zerfällt nachdem er getötet wurde. Natürlich rennt sie sofort zu den Türstehen und will Hilfe holen, doch keiner der anderen Menschen im Club scheint zu sehen was sie sieht. Für alle bleiben die drei abstrusen Gestalten verborgen, sogar für Simon.
Kurze Zeit später wird Clarys Mutter entführt und sie selbst von einem Monster angegriffen. Und genau einer dieser abstrusen Attentäter eilt ihr zu Hilfe - Jace Wayland. Durch ihn erfährt sie nicht nur, dass das Monster in ihrer Wohnung ein Dämon war, sondern auch, dass er selbst ein Schattenjäger ist und genau diese Wesen bekämpft. Clarys Welt bricht zusammen, Jace behauptet nicht nur selber ein Schattenjäger zu sein, sondern auch Clary soll zu ihnen gehören. Denn nur Schattenjäger können Schattenjäger sehen. Zusammen gehen sie ins Institut, einem sicherer Ort um von dort aus nach ihrer Mutter zu suchen, doch schneller als ihnen lieb ist befinden sie sich mitten in einem dunklen Krieg, dem Beide nicht gewachsen zu sein scheinen.


Egal wie oft ich die Chroniken der Unterwelt lese, es wird mir nie langweilig. Der Schreibstil der Autorin fesselt mich jedes mal aufs Neue. Flüssig und leicht wird man durch das Buch geführt und ich fand von der ersten Zeile an sehr gut in die Geschichte. Cassandra Clare hat es geschafft eine vollkommen neue Welt um Clary und ihr Leben zu spinnen. New York erscheint in einem ganz anderen Licht und obwohl ich noch nie dort war, konnte ich mir alles sehr gut vorstellen und fand ihre "neue" Welt sehr durchdacht, weder schwammig noch unglaubwürdig beschrieben. Eher zu detailliert. An einigen Stellen waren mir die Beschreibungen der Autorin sogar zu sehr ins Detail gehend. Es blieb dann nur wenig Freiraum für die eigene Fantasie, was mich jedoch nicht zu sehr störte, da ich von dem Schreibstil und der Art wie die Autorin sich auszudrückt mitgerissen wurde.
Die Charaktere hab ich alle miteinander ins Herz geschlossen. Ich hatte das Gefühl, jeder bekam in dem Buch seine eigenen paar Seiten um ein Teil seiner Geschichte zu erzählen. Natürlich bleibt Clary im Vordergrund und auch Jace wird zu einem unverzichtbaren Charakter. Clary erschien mir anfangs etwas schüchtern, fast schon eingeschüchtert, was ich ihr jedoch nicht verdenken kann, denn sie hat ganz schön viel zu verdauen. Doch mit der Zeit öffnet sie sich und ich bekam einen sehr schönen Einblick in ihre Gefühlswelt. Durch all die Erlebnisse und Hindernisse die sie überwinden muss, wächst sie, wird selbstbewusster und stärker denn je. Mit ihrem Humor und der gefühlvollen Art hatte sie mich gleich um ihren Finger gewickelt und ich fieberte sofort mit ihr um ihre Mutter. Genau wie Simon, Clarys bestem Freund. Ich muss gestehen, den richtigen Draht zu ihm fand ich noch nicht. Er stellt am Anfang die Verbindung zu Clarys altem Leben dar, scheint aber mit dem neuen nicht wirklich was zu tun zu haben. Das ändert sich aber im Laufe des Romans und man lernt auch Simon besser kennen.
Aber auch Jace kommt nicht zu kurz. Und falls doch würde er seinen Teil einfordern, denn genau so ist er. Arrogant, selbstverliebt und ein knallharter gefühlskalter Kämpfer der vor keiner Herausforderung zurückschreckt. Menschen die ihm nahe stehen kennen jedoch auch einen anderen, loyalen, liebenswürdigen und verletzlichen Jace, der tief hinter einer Meter hohen Mauer versteckt ist.
Unweigerlich entwickelte sich irgendwie eine Dreiecksgeschichte aus Clary, Simon und Jace, die aber ziemlich schnell gelöst wird und die ich nicht allzu kitschig fand.
Und alle zusammen, Clary, Jace, Simon und die im Institut lebenden Menschen, werden sie zu einem unschlagbar charmanten aber auch tödlichen Team, mit dem man einfach mitfiebern muss.
Besonders toll fand ich auch, dass Cassandra Clare auch Themen behandelt die eher als Tabuthemen gelten wie zum Beispiel Homosexualität, denn ich denke auch das gehört zum Erwachsenwerden und vor allem zum realen Leben.
Das Ende kam schockierender als erwartet und ich muss wirklich sagen, dass es mich sehr überrascht hat. Damit hätte ich nicht gerechnet. Es lässt mich auf den zweiten Band gespannt sein, den ich mir vielleicht endlich mal kaufen sollte!


Fazit: Eine Geschichte die mich gefangen nahm und nie wieder los ließ. Die Charaktere sind gut beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Cassandra Clare hat es geschafft ihre Schattenjägerwelt so gut aufzubauen, dass man sich sofort in ihr wohlfühlt und am liebsten bleiben möchte. Jedoch hätte sie an einigen Stellen weniger ins Detail gehen und Raum für die eigene Fantasie lassen können.
Daher gibt‘s von mir 4,5 von 5 Kolibris, die ich abrunde, da ich noch etwas Luft zum nächsten Band lassen will! 
Ich würd sagen, ran ans Buch fertig, LESEN! 



Link zum Buch auf Amazon: KLICK
Seite der Autorin: KLICK

Kommentare:

starone hat gesagt…

Hallo Blubb,

nun ich bin schon sehr gespannt auf den Kinofilm.

Bis es soweit ist versüßt Ihr mit Eurer Blogtour schon mal das Lesevolk, gell.

LG..starone..

Conny Z. hat gesagt…

Hey starone.

Ist eine Themenwoche - und jaaaaa, dass war die Absicht dahinter ;)

GLG,
Conny von dieSeitenfluesterer