18. Dezember 2013

Dark Kiss von Michelle Rowen

(Copyright: MIRA-Taschenbuch)

Im gleichnamigen „DarKiss“ Programm des MIRA-Taschenbuch ist im Mai 2013 „Dark Kiss“ von Michelle Rowen erschienen.
380 Seiten füllt die Protagonistin Samantha aus.
Ich danke dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Sam lebt in Trinity, New York, doch ihre Ziele liegen weit weg von Zuhause, Hauptsache sie kann ihr jetziges Leben hinter sich lassen.

Doch seit dem Kuss mit ihrem Schwarm Stephen ist ihr Leben verändert – sie ist eine Gray.
Ein Wesen, das einen starken Hunger nach der menschlichen Seele verspürt.
Und nicht nur diese Wesen befinden sich in Trinity, auch Engel und Dämonen kreuzen ihren Weg …

Samantha ist eine angenehme Figur, die zwar aus allem was sie derzeit umgibt fliehen will, aber ihre beste Freundin Carly bildet ihren Lebensmittelpunkt.
Mit ihrer Mutter kommt sie nicht gut klar, eben ein typisches Teenagerverhalten gegenüber dem Erziehungsberechtigten.

Die Geschichte beginnt erst richtig ins Rollen zu kommen als Stephen sie küsst.
Was genau dann mit ihr passiert hat mich sehr verwirrt, denn die Situation ist genauso verwirrend, wie sich Sam fühlt.
Ihre Welt ist aus den Fugen und Sam auch, denn merkwürdige Träume suchen sie heim, die auch mich als Leserin sehr interessiert haben.
Der Beginn von Michelle Rowens Buch ist merkwürdig und wird erst im Verlauf der Geschichte genauer erklärt.
Bereichert wird die Geschichte durch die vielen Figuren, wie zum Beispiel Bishop.
Er ist ein Engel mit einer Mission – die Stadt vor einer unbekannten Bedrohung zu bewahren, was leichter ist als gesagt.

Nur durch das Zusammentreffen mit Sam kann Bishop seine Gedanken ordnen, und die von mir als Leser gleich mit, denn sein Verhalten ist sehr komisch, gerade weil er nicht weiß was er eigentlich machen soll.
Doch Sam steht ihm zur Seite, auch wenn sie nicht weiß wer oder was sie ist, oder weiß, ob sie Bishop vertrauen soll – Verwirrung auf ganzer Ebene.
Mir fehlte sehr, dass Michelle Rowen sich nicht ganz mit dem Thema Gray auseinandersetzte, sondern immer nur Bröckchen dazu fallen ließ und man als Leser selbst, zusammen mit Sam, herausfinden muss, was hinter diesen Grays steckt.

Das Auftreiben der weiteren „Teammitglieder“ geschieht durch Sam und Bishop, durch eine Art Fähigkeit von Sam, weisen Lichtsäulen zu den jeweiligen Engel oder Dämonen.
Diese Gemeinschaft ist bunt gemischt und neben den Engel, die meist friedvoller und nachdenklicher sind, bringen die Dämonen die Geschichte in Fahrt.
Kraven ist die Figur, die ich sehr ansprechend fand, er ist zwar ein Dämon, hat aber Witz und hält die Handlung am Laufen. Ebenso steht er zu Sam und durch seine Art möchte er es zwar nicht zeigen, aber eigentlich mag er sie doch gut leiden.

Die Nähe zwischen Sam und Bishop bringt einen „romantischen“ Teil in das ganze Chaos und ihre Anziehung ist beinahe ansteckend, denn man fiebert jeder Szene entgegen, die sich zwischen den beiden abspielt, wenn sie allein sind.
Bishops Mission nimmt ein großes Ausmaß an und Sams Vergangenheit ist damit verwoben.

Viele Rätsel lässt Michelle Rowen entstehen – Gut und Böse verbinden sich, die einem nahe stehen sollen wenden sich ab – ein großer Anfang mit zu wenig Erklärungen, die sich erst im Verlauf der Handlung einbringen.
Der Erzählstil hingegen ist gut gewählt, sie schafft es Spannungen hineinzunehmen und die Figuren nahe zu bringen und doch fehlen immer Kleinigkeiten, die den Fortlauf stoppen.

Michelle Rowens „Dark Kiss“ ist eine Geschichte mit sehr viel Potenzial, dass nicht gänzlich ausgeschöpft wurde und Figuren beinhaltet, die nach ihrer Bestimmung suchen.

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Teil 2 - Gray Kiss
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