14. Dezember 2013

Kuss der Wölfin – Die Ankunft von Katja Piel

(Copyright: Katja Piel)

Eine Gestaltenwandlerin ist die Protagonistin in Katja Piels Reihenauftakt „Kuss der Wölfin“.
Die Ankunft“ erschien am 9. Dezember 2012 und umfasst 262 erotisch-fantasylastige Seiten, voller Kampf und Anna Stubbe.
Danke Katja Piel, für dieses Rezensionsexemplar!

Anna Stubbe ist eine Gestaltenwandlerin und das bereits seit 422 Jahren.

In ihrer Seele lebt eine Wölfin, ihr zweites ICH.
Schon viele Personen hat sie verkörpert, doch nun ist die Vergangenheit wieder hinter ihr her …

Gestaltenwandler – bei diesem Begriff denkt man gleich an Werwölfe, doch in Katja Piels Reihe gibt es eben auch noch andere sagenumwobene Wesen.
Anna ist eine geborene Gestaltenwandlerin, etwas sehr Seltenes, denn diese Wesen können nicht so auf die Welt kommen, sondern werden von Werwölfen gebissen.
Sie müssen sich entscheiden, ob sie auf der Guten- oder der Bösen-Seite stehen wollen.
Die Autorin hat somit ein breites Wirkungsfeld für ihre Figuren erschaffen und kann so eine spannende Welt erwirken, in der ihre Protagonistin der Mittelpunkt ist.

Anna Stubbe ist schon uralt, aber man sieht es ihr nicht an, denn durch die Wölfin altert sie extrem langsam.
Doch sie erschien mir einsam, denn zu ihrer eigenen Sicherheit kann sie niemanden in ihr Geheimnis einweihen, derjenige wäre ständig in Gefahr.
Sie gibt kleine Einblicke in ihr Leben und ihre Gefühlswelt, erzählt, welche Rollen sie in der Vergangenheit bereits gespielt hat.
Aber eines verändert sie, dass Zusammentreffen mit Samuel, was, nebenbei bemerkt, sehr komisch war.
Sam, wie er sonst nur genannt wird, ist der Freund ihrer Nachbarin Alexa.

Schon bei den Beschreibungen, die Anna zu Sams Äußeren abgibt, kann man merken, wie sehr er sie berührt.
Anna ist aber keine Männer raubende Bestie, die gleich Sam in ihr Bett zieht, aber man kann durchaus erwähnen, dass ihr Kopfkino ihn nicht nur dort sieht.
Die Protagonistin ist überaus witzig gestaltet, dazu schlagfertig und kann mit einem Wissen von Jahrhunderten aufwarten – was das Buch aber keineswegs zu einem historischen Drama werden lässt.

Historisch wird es aber, denn die Gegenwart und die Vergangenheit wechseln sich, kapitelweise, ab und erzählen so Annas Leben oder treffender gesagt ihr Entstehen.
1588 beginnen die Erzählungen, allerdings bei ihrer Mutter, die einiges mitmachen musste, denn es war noch immer die Zeit der Hexenverbrennungen und Foltermethoden gegen Teufelsbesessene.
Man schob sich in jener Zeit gern den schwarzen Peter zu, wer aber diesen erhielt, dessen Leben war bereits beendet.
Die Vergangenheit erzählt auch von den unterschiedlichen Rudeln und der Geburt Annas – Puzzleteile, die mit dem Wort „Ende“ ein Gesamtbild ergeben.

In der Gegenwart ist es das Kribbeln zu Sam, wobei nicht nur Anna davon betroffen ist, denn neben seinem Witz und dem immer versprühenden Charme verkörpert er alles, was ein attraktiver Mann haben muss.
Wie man auch schnell bemerkt ist Katja Piel die erotische Seite ebenso wichtig, wie die Handlung. Sie bekommt die schönsten Szenen hin und nimmt dabei keineswegs den keuschen Weg … wie sagt man so schön … zwischen ihren Figuren geht es hoch her!

Was ich sehr zu begrüßen habe, sind die einfach gewählten Namen, denn mal ehrlich, will man Bücher lesen, in denen die Namen schon einen eigenen Roman haben könnten und ihre Aussprache einem Zungenbrecher gleichkommen, nur damit man ständig überlegen muss, wer diese Figur eigentlich war – Ganz klar NEIN.
Danke Katja Piel für einen fließenden Handlungsaufbau, Figuren, die überzeugen und einer Geschichte, die voller Kampfszenen steckt, mit derer man locker einen Film drehen könnte!


„Der Kuss der Wölfin – Die Ankunft“ ist kämpferisch, ein Blick in die Vergangenheit und natürlich darf die erotische Seite keineswegs zu kurz kommen.

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