8. Februar 2014

Die Seele des Ozeans von Britta Strauss

(Copyright: Drachenmond-Verlag)

Nachdem ich von der Autorin Britta Strauss den Roman „Sturmherz“ lesen durfte, freute ich mich auf den 15.Oktober 2013, denn an diesem Termin erschien ihr neustes Werk „Die Seele des Ozeans“.
Auf 380 Seiten geht der Leser nach Nordirland und erlebt mit zwei Protagonisten ein Buch, dass voller Geheimnisse und Entdeckungen steckt.
Ich danke dem Drachenmond Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Kjell besucht seine Mutter, die allein in Nordirland lebt. Sie gibt ihm ein Buch mit der Aufschrift „Die Seele des Ozeans“.

Dieses soll er so schnell wie möglich lesen – Kjell taucht ab in eine Welt voller fantastischer Wesen und einer Vergangenheit, die ihn bald einholen wird …

Bei Britta Strauss kann man gewiss sein, dass einem Fabelwesen und Sagengestalten in den Büchern über den Weg läuft.
Bei „Die Seele des Ozeans“ hatte ich zeitweise das Gefühl sogar in Herman Melvilles „Moby-Dick“ gestrandet zu sein, da sie viele Szenen aus diesem Buch auch in ihres mit hineinnimmt und die Gefühle des Kapitäns auf ihre Figur übermittelt.

Das Buch besteht aus mehreren Abschnitten die mit Kjell in Nordirland beginnen und sich im Wechsel zwischen ihm und den Buchszenen abwechseln.
In jedem kleinen Ausschnitt, der von Kjell berichtet, nachdem er sich eine kurze Auszeit von dem Buch gönnt, erfährt man auch etwas aus seinem Leben und Wirken. Sowie kleine Beschreibungen zu seiner Mutter Fae.

Viele Figuren begegnen den Leser somit, die entweder mit ihrer verletzlichen Art sehr ans Herz gehen oder durch ihre Lebensumstände ehr abschreckend, meist auch brutal, wirken.
Dazwischen spielt immer wieder ein geheimnisvoller Narwal eine Rolle.
Dieser wird oft erwähnt und gesichtet, aber was hinter ihm steckt, bekommt der Leser von Britta Strauss nur nach und nach zugeworfen.

Für mich wurde die Fae aus dem Buch „Die Seele des Ozeans“, dass Kjell liest, zu der Figur, um die sich vieles dreht.
Sie ist schwer krank und verbringt ihre letzte Zeit in Irland, zusammen mit ihrem Bruder und seinen Freunden.
Der Ozean ist eine Sehnsucht und bedeutet Freiheit für sie, Freiheit, die sie sich sehnlich zurückwünscht.
Dort begegnet sie einem jungen Mann, der wie in dem Märchen von Hans Christian Andersen „Die kleine Meerjungfrau“, sie rettet.

In diesem Moment lernt der Leser die Figur von Kjell kennen, einem jungen Mann, der sein Leben zuerst bei seinem Vater verbrachte, durch den Tod der Mutter aber nur Unheil erleben musste.
Doch er ist kein Mensch, sondern ein Teil von ihm gehört dem Ozean – aber ein großer Teil davon beginnt sich Fae zuzuwenden.
Mit diesen beiden Figuren aus dem Buch und dem Leser Kjell und seiner Mutter Fae, gestaltet Britta Strauss eine Geschichte, die zur einen Seite fasziniert, zur anderen verwirrt und doch wiederum nicht loslässt.

Die Autorin behält sich ihren geheimnisvollen Schreibstil bei, mit dem sie mich schon in „Sturmherz“ für sich einnehmen konnte.
Darüber hinaus ist „Die Seele des Ozeans“ nicht das typische Jungendbuch, das man sonst von ihr kennenlernen durfte, sondern wurde ehr für die Erwachsenensparte geschrieben und ist sehr melancholisch und nachdenklich gestaltet worden.

„Die Seele des Ozeans“ ist keineswegs leichte Kost, sondern zieht seine Leser in die Tiefen des Meeres und dem Leben seiner Figuren hinein!

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK


Meine Rezension zu "Sturmherz"

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