16. April 2014

Flammenmädchen von Samantha Young

(Copyright: MIRA Taschenbuch)

Wer die Autorin Samantha Young bisher mit Fantasy in Verbindung bringen wollte, der konnte lang suchen, denn ihr erfolgreiches Gebiet ist die Erotik.
Aber nun setzt sie eine neue Richtung mit “Flammenmädchen”, eine Geschichte über Dschinn, der Suche danach wer man ist und Liebe darf natürlich auch nicht fehlen.
Für die DarKiss Sparte im MIRA Taschenbuch erschienen, begeisterten mich diese 347 Seiten vollends.
Im Handel erhältlich ist es seit dem 10. April 2014.
Ich danke MIRA Taschenbuch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Aris Leben steht kurz vor einem neuen Schritt, sie soll aufs College gehen.
Doch in ihrem Inneren ist derzeit so viel Chaos, das sie eigentlich nicht wirklich weiß, was sie möchte … aber eines wünscht sie sich seit zwei Jahren. Ihren besten Freund Charlie wieder zu bekommen.
Jedoch ändert sich ihr Leben an ihrem 18. Geburtstag gravierend und alle Fragen um die Zukunft stehen hinten an, denn nun geht es um ihren freien Willen.

Zur gleichen Zeit bekommt der Halb-Dschinn Jai eine neue Aufgabe in seiner Tätigkeit als Bodyguard - er soll eine Besondere beschützen.
Werder weiß er wer, noch warum dieses Mädchen so besonders sein soll …

Ein Werk der Autorin hatte ich bisher gelesen, dieses reichte aus, um mich sehr für ihren Schreibstil begeistern zu können.
Sie setzt ihn auch wieder in “Flammenmädchen” ein und zeigt mit der Leichtigkeit Dinge zu beschreiben und gerade Herzensangelegenheit zu formulieren, dass es ein wahrer Genuss ist, ihren neuen Schritt in das Fantasygenre miterleben zu können.

Aris ist eine Protagonistin die sehr schnell lernen musste Erwachsen zu werden.
Von ihrer eigenen Mutter schon im Säuglingsalter verlassen, zieht ihr Vater sie groß. Dieser ist allerdings im Außendienst tätig und muss Aris oft über Tage allein Zuhause lassen.
Was sie sonst nie zu stören schien, ist nun eine Qual, denn seit dem Tod von Charlies Bruder, ist dieser in sich gekehrt und lässt Aris links liegen.
Als Leser merkt man diese starke Trauer, die auch in Aris darniederliegt und die sie nie wirklich herauslassen konnte.
Auch der innere Kampf mit sich, um den Verlust ihres besten Freundes und die Machtlosigkeit ihn so dahinsiechen zu sehen, lässt die Autorin nicht nur Aris spüren.

Um nicht immer nur in Aris Kopf herumspucken zu müssen und vor allem die Aspekte der Dschinn beleuchten zu können stellt Samantha Young Jai an Aris Seite.
Dieser ist nur zur Hälfte Dschinn und wird deswegen von seinem eigenen Vater missachtet, obwohl er schon oft sehr gute Dienste geleistet hat.
Nun heuert ihn einer der obersten Dschinn an, vor allem wegen seiner speziellen Begabung.
Wenn er eine Frau küsst, kann er sie überall wieder aufspüren - er setzt ihr sozusagen einen Beilsender ein.
Das diese Szene zwischen Aris und Jai nicht nur einen komischen, sondern auch mit sehr viel Hormonen gespickt sein wird, darauf kann sich jeder jetzt schon freuen.

Das Besondere an Samantha Youngs Erzählstil ist darüber hinaus nicht nur das Knistern in der Luft, dass sich um Aris, Charlie und Jai befindet, sondern auch die witzigen Szenen, die vor allem Aris und Jai oft passieren werden.
Eigentlich müsste man denken, dass in einer Welt, die so mit zahlreichen Geschichten überflutet wird, keinerlei Neues mehr erzählt werden kann, aber Samantha Young hat es in meinen Augen durchaus geschafft.

Vor allem da sie einige Figuren ihren Protagonisten an die Seite stellt, die zum einen die Handlung in der normalen Welt, mit normalen Problemen, wie Freundschaft, Eifersucht und Co. beleuchten. Und zum anderen sind es diese fantastischen Wesen, dessen Namen man sich nur schwer merken kann, die aber in ihrer Welt für Schrecken und Angst sorgen, aber auch in der normalen Welt existieren, denn was ist heutzutage schon normal.

“Flammenmädchen” ist eine frische Erzählung mit neuen Figuren, einen tollen Erzählstil und allerlei Aspekte einer Geschichte, die man einfach verschlingen muss.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK



Kommentare:

Anja Druckbuchstaben hat gesagt…

Hi Conny,

ich muss zugeben, dass mich Samantha Young mit ihrem Fantasy Auftakt nicht ganz so überzeugt hat wie dich. Die Autorin ist echt stark wenn es um witzige Dialoge und Beziehungssachen geht, wobei man sagen muss, dass die bei ihr auch immer nach Schema F ablaufen.Der Fantasy Background war mir hier einfach zu dünn. Es gibt an vielen Stellen noch jede Menge Luft nach oben. Da das Potential aber definitiv vorhanden ist, werde ich mir auch den Folgeband anschauen.

LG
Anja

Conny Z. hat gesagt…

Hallo Anja,

leider kenne ich bisher nur "into the Deep" von ihr - ihre andere Serie konnte ich noch nicht lesen ^^

Ich glaube der zweite Teil wird noch toller, weil der Aufbau im Band 1 noch stark war und dann im nächsten kann es nur noch besser werden.

Da bin ich schon sehr gespannt drauf :)

Alles Liebe,
Conny

Marie Susanne hat gesagt…

Tolle Rezension!
Wenn ich Halb-Dschinn höre, muss ich irgendwie immer direkt an Schutzengel denken - die Dschinn-Idee gefiel mir irgendwie nicht so gut.
Der Titel erinnert ja ein wenig an Hunger Games, aber ich finde das Cover so wahnsinnig toll!
Liebe Grüße, Marie - writecreatetell.wordpress.com