16. Mai 2014

Mit zwei Pampelmusen auf den Himalaya von Tina Wolf

(Copyright: HEYNE-Verlag)

Die Autorin, Tina Wolf, des Werkes „Mit zwei Pampelmusen auf den Himalaya“ hatte mir eine Anfrage zukommen lassen, ob ich ihr 384-seitiges Buch lesen möchte.
Am 13.Januar 2014 ist dieses im HEYNE-Verlag erschienen und erzählt eine witzige Mischung darüber, dass es nicht so leicht ist einen Kinderwunsch umzusetzen – aber den Himalaya hat man ja schließlich auch bestiegen.
Ich danke dem Verlag und der Autorin für das Rezensionsexemplar!

Lisa ist erfolgreich und glücklich verheiratet – ein wahrer Glückspilz.
Gedanken zum Thema Kind sind, bis zu einem folgeschweren Traum, ihr nie gekommen. Mit Mitte 30 noch ein Kind zu bekommen ist nicht so leicht wie gedacht.
Bei all den Planungen verliert sie ihren Mann gänzlich aus den Augen …

Ein Kind, für viele geht dieser Wunsch schnell in Erfüllung, für andere ist es der reine Nervenkrieg.
Die Protagonistin Lisa hatte noch nie wirklich den Wunsch ein Kind zu bekommen. Mit ihren 36 Jahren klingeln jedoch nun die Glocken und melden die berühmte Torschlusspanik an.
Ein Kampf beginnt um jeden fruchtbaren Tag und das was eigentlich Zärtlichkeit und Liebe ausstrahlen soll, wird zum wahren Marathon, um endlich schwanger zu werden.
Nebenher erzählt sie von ihrem Alltag und den zurückliegenden Ereignissen, in denen das Thema Kind noch keine Rolle gespielt hat.

Das Witzigste aller ist die mit dem Papagei Herr Müller, welche ihre Tante ihr vermacht. Dieser ist im Verlauf immer mehr wie ein Kind für sie und bekommt die Zuwendung, die ihr selbst fehlt.
Da ich selber diese Probleme mit den unbedingten Kinderwunsch immer wieder erlebe (darüber aber nur den Kopf schütteln kann), konnte ich die eine oder andere Situation nicht ganz nachvollziehen.

Es kommen Fragen auf wie: Muss man mit dem Persona sein Sexualleben verbringen? Gilt es dann nur noch Wunsch vor Liebe? Und warum werden die Gedanken nicht ehr in die Richtung Kind gelenkt? Es ist doch die Natur des Menschen so, dass man frühzeitig Kinder bekommt und nur durch die derzeitigen Lebensumstände das hohe Alter immer mehr präsent ist. 

Wie kann man sich nur, gerade in Zeiten von Krebs, Unmengen an Hormone in den Körper pumpen lassen, schmerzen dadurch ertragen, nur um dann feststellen zu müssen, dass diese Methode mehr schadet als nutzt.
Ebenso ist der Vergleich schon hinkend, dass man den Kinderwunsch als Himalaya Aufstieg erklären könnte, schließlich rennt nicht der größte Teil der Menschheit auf den Gipfel. Diese These des Arztes ist doch schon an den Haaren herbeigezogen und macht mehr Unmut als Lust, den Aufstieg zu beginnen.

Das Lisa alles in ihrem Leben dann beginnt auf ihren Wunsch zu fixieren, war fast schon krank. Gibt es doch immer noch den Mann, der sie liebt und Freunde, die noch andere Themen ansprechen möchten.
Witzig waren auch nur ab und an bestimmte Situationen, ansonsten wurde die Frage nach der richtigen Technik und bestimmte Arten der Befruchtung und Empfängnis so heiß diskutiert, dass der Lesegenuss gänzlich davon flog.

Ich weiß, dass sich die Autorin wirklich bemüht hat jeden Leser mit den unterschiedlichen Abschnitten zu unterhalten, aber dennoch bleibt dieses Buch nur etwas für diejenigen, die mit Lisa fühlen können und in ihrem Alter sind. (Ich persönlich bin Ende zwanzig und habe meinen Soll mit einem Kind bereits erfüllt.)
Vielleicht schreibt die Autorin noch andere Bücher, die dann über das komplette Leben erzählen und sich nicht zu sehr an einem Gebiet festhalten.

„Mit zwei Pampelmusen auf den Himalaya“ ist ein Buch, dass Frauen anspricht, dessen Wunsch es ist ein Kind zu bekommen oder die diese Probleme schon erlebt haben. Für alle anderen wird es eine Achterbahnfahrt, in die man einsteigen kann, aber nicht muss.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK

Kommentare:

Yvonne hat gesagt…

Ich bin gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Deine Rezension ermutigt mich nicht gerade...

LG
Yvonne

Conny Z. hat gesagt…

Ich glaub es ist zu sehr an meinem Leben vorbei und spricht mich persönlich nicht an.

LG, Conny