7. Mai 2014

Sehnsucht nach Zimtsternen von Katrin Koppold

(Copyright: Katrin Koppold)

Dies ist der dritte Teil aus Katrin Koppolds Reihe, jedoch sind alle Teile separat voneinander lesbar.
Mit “Sehnsucht nach Zimtsternen” beschreibt die Autorin eine 350-seitige Geschichte voller Witz, Sehnsüchte und Liebe.
Am 7.Mai 2014 ist das E-Book erschienen.
Ich danke der Autorin für die Rezensionsdatei!

Lilly liebt Märchen und hatte bis dato gehofft, selbst in einem zu stecken.
Doch ihr eigenes Leben entwickelt sich nicht zu einem “… und sie lebten glücklich”, denn ihr Mann trennt sich plötzlich von ihr.
Dazu hat sie auf einmal merkwürdige Gefühle zu ihrem Mitbewohner Jakob und ihrem neuen Nachbarn, aber als wenn es noch nicht genug wäre, tritt ihre Jugendliebe auch noch auf die Bildfläche …

Dies ist mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe.
Katrin Koppold lockt zuerst mit dem rosafarbenen Cover, das einen Märchenprinzen, natürlich auf weißem Pferd zeigt. Im Mittelpunkt steht hier aber die jugendliche anzusehende Bäckerin, die sehnsüchtig zu den Zimtsternen aufsieht. (Passt perfekt zum Titel.)
Nun könnte man denken, die Protagonistin ist erst Anfang zwanzig und es geht hier um eine Geschichte einer jungen Erwachsenen, aber weit gefehlt.

Lilly ist Ende zwanzig, zufrieden mit ihrem Leben und liebt ihren Mann Torsten. Sie bezeichnet sich im Verlauf der Geschichte immer als moppelig, wobei ich denke, dass es die eigenen Ansichten sind und nicht die ihrer Mitmenschen, typisch Frau eben.
Bevor ihr Mann sie einfach sitzen lässt, hatte ich das Gefühl, dass sie zwar aus ihrem Leben gern ausbrechen möchte, aber weder den Mut noch den Antrieb findet sich etwas Eigenes aufzubauen.
Darüber hinaus geht ihr der Mitbewohner Jakob, denn sie nur aus freundschaftlicher Nächstenliebe aufgenommen hat, ziemlich auf den Geist.
Sehr langsam wuchs sie mir ans Herz, obwohl sie das reine Chaos ist, denn als Torsten nicht mehr sein Revier markiert und Lilly zeigt, dass sie wieder zuhaben ist, sprießen die Männer aus dem Boden wie Schneeglöckchen.

Neben Jakob, den ich persönlich am Besten von allen Figuren finde und der ein typische Bad Boy ist, hat Katrin Koppold noch Günther, den neuen Nachbarn von Lilly und Anton, Lillys Jugendliebe, in das Geschehen gesetzt.
Das reinste Männerchaos, doch Lilly zeigt diesen Männern kräftig, dass sie sich nichts mehr sagen lässt. Aus der schüchternen Frau wird so nach und nach eine Person, die weiß, was sie im Leben will und dazu gehört nicht mehr ein Mann der denkt sie spielt das Hausmütterchen.
Ich war froh, dass sich die Handlung so entwickelte, denn ich hatte beim Einstieg wirklich Angst in einem bayrischen Roman gefangen zu werden, in dem die Männer Karriere machen und die Frauen nur lästernd mit den Freundinnen daherschwafeln. (Die Autorin möge meine Annahme verzeihen.)
Die Figuren hier haben für so was gar keine Zeit, denn immer wenn man dachte Luft holen zu können, kam schon die nächste Katastrophe um die Ecke.

Neben Lilly sind es nämlich ihre Schwestern Helga, Fee und Mia, die sich immer was Neues ausdenken, aber im Vorfeld auch schon ihre Geschichten gefunden hatten.
Wie sie ihre Schwester einschätzend fand ich sehr schade. In ihren Augen ist sie diejenige die genug Zeit hat, um sich um den Vater und den Opa zu kümmern, aber keinerlei Rücksicht auf ihre Gefühle nehmen.
Die Protagonistin ist einfach herzensgut und findet so schnell Anschluss zu einem Ehepaar, dass auch ich lieb gewonnen habe. Durch diese Verbindung entsteht eine Zukunftschance, die ihr ein neues Leben fernab von Torsten ermöglichen könnte.

Schade war nur, dass zwar Jakob und Günther ihre Szenen mit Lilly hatten, man über Anton aber nicht allzu viel in der Gegenwart erfahren wird. Bei ihm hängen Lillys Gedanken nur in der Vergangenheit fest, die für sie wirklich prägend war.
Einige witzige Szenen warten auf Katrin Koppolds Leser, aber man muss auch Taschentücher bereithalten und sich auf Stellen vorbereiten, die einen betrüben werden und dann nicht nur Lilly schwer mitnehmen.

Mit “Sehnsucht nach Zimtsternen” erzählt Katrin Koppold eine lebensechte Geschichte voller Emotionen, Tränen und Figuren, die eine überaus bunte Mischung ergeben.

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Kommentare:

Yvonne hat gesagt…

Danke für die Rezi! Sobald das Buch als Tschenbuch zu haben ist werde ich es mir holen. "Aussicht auf Sterneschnuppen" hat mir super gut gefallen. Mit "Zeit für Eisblumen", also Fees Geschichte werde ich nicht warm.
LG
Yvonne

Conny Z. hat gesagt…

Ich hoffe, dass ich die anderen Geschichten noch lesen kann. Aber hier kommen immer so schöne Bücher heraus, man kann gar nciht alles lesen -.-

Liebe Grüße,
Conny