22. Juli 2014

Der eine Kuss von Dir von Patrycja Spychalski


(Copyright: cbt Verlag)

Mit diesem Buch setzt Patrycja Spychalski ihre Geschichte um die Protagonistin weiter fort.
„Ich würde dich so gern küssen“ war der Startschuss im Jahre 2012, nun erschien am 13.Januar 2014 „Der eine Kuss von Dir“. Auf 256 rockigen Seiten erzählt die Protagonistin Frieda ihre Geschichte weiter und trifft während eines Jobs auf den Forntsänger Milo.
Das Buch ist als E-Book und Taschenbuch erschienen.

Frieda bekommt einen Auftrag und soll die Tour der „BlackBirds“ aufzeichnen. Diese sind eine junge Rockband, die mit ihrem Frontsänger Milo einige weibliche Herzen hochschlagen lassen.
Auch Frieda bleibt bei seinen Avancen nicht kalt, doch tagelang auf engsten Raum mit draufgängerischen Jungs und On-Off Beziehung von Milo, zerren an aller Nerven …

Die Autorin beginnt ihr Buch mit einer sehr tristen Stimmung, welche mich selbst hat stutzig hat werden lassen und man dadurch die Figuren nur sehr langsam heranlässt.
Dennoch nahm sie nach diesen Seiten ordentlich an Tempo auf und beginnt eine turbulente Reise, die durch die dörflichen Ecken Brandenburgs verlaufen (da ich selbst aus dem Osten kommen und in einigen der Orte selbst war, konnte ich ihre Beschreibungen nur beipflichten, denn große Veranstaltungen werden in diesem Buch vergeblich gesucht.) Auch wenn es mir schleierhaft ist, warum die Autorin die ganze Zeit von der „Tour durch Brandenburg“ erzählen lässt, der große Abschluss aber in Leipzig (Sachsen) steigt. Ein einziges Hin – und Her.

Auch wenn die Band wunder denkt, was für einen Erfolg sie haben, hatte es oft den Anschein, dass sie mehr auf die Nase fliegen, mit Hilfe des Tourmanagers, als das es ihrem Ruf helfen könnte.
Ebenso waren manche Situationen von Frieda schwerlich nachvollziehbar. Sie weiß und erlebt, welchen Zuspruch Milo durch sein Aussehen genießt und lässt sich dennoch, in aller Heimlichkeit, mit ihn ein.
Die Stimmung, welche man zu Beginn schon erfahren konnte, kippt einen auch zum Ende hin entgegen, sodass man sich nicht wirklich wundert, als die Figuren beginnen eigene Wege zu gehen.
Eine Gemeinschaft, wie man sie eigentlich bei solchen Events erwartet, sucht man im gesamten Verlauf vergebens.

Es entwickelt sich ein reines Katz-und-Maus-Spiel zwischen Milo, Frieda und dessen Freundin Linda.
Diese war mir überaus unsympathisch, da sie mehr als Klette an Milo fungierte und mit ihrem kindlichen Wesen und sehr labilen Art, mehr eine Gefahr für sich selbst darstellte. Man hatte wirklich das Gefühl, das sie einfach nur als gutes Mittel zum Fortbestand der knisternden Szenen herhalten musste.
Einzig der Erzählstil war es, der mich sehr gut durch das Buch getragen hat, der Verlauf und die einzelnen Szenen waren im Großen und Ganzen zu flach gehalten und ich vermisste einen gewissen Blick in die Seele der Protagonistin.

„Der eine Kuss von Dir“ ist ein großes Abenteuer für die Protagonistin, aber in puncto Unterhaltung für den Leser eine einzige Berg- und Talbahn.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK


1 Kommentar:

Sunangel hat gesagt…

Vielen dank für die schöne Rezension!
Lg Sonja