15. August 2014

Schattenzwilling von Katrin Bongard

(Copyright: Oetinger – Verlag)

Nun ist es so weit und Katrin Bongards Buch „Schattenzwilling“ ist im Oetinger Verlag erschienen.
Auf 272 Seiten begegnen dem Leser merkwürdige Vorfälle und verschiedene Figuren, bei denen man nicht weiß, welche dunkle Seite sie verstecken.

Teresa lebt mit ihren Eltern nun weit ab von der Metropole Berlin.
Auf ihrem kleinen Bauernhof beginnen sie ein neues Leben, bis ein Freund ihres Vaters mit den Zwillingen Adrian und Kai zu Besuch kommen.
Zwei Jahre sind vergangen, seit sie sich sahen, in denen ist viel passiert.
Nun muss sich Teresa einer großen Gefahr stellen und ein Geheimnis aufdecken, welches ihr das Leben kosten könnte …

Bisher war ich von Katrin Bongard nur die typischen Liebesgeschichten gewohnt, welche in einem anderen Verlag erschienen sind.
Nun einen Jugendthriller erleben zu können, war interessant, aber auch ernüchternd.

Teresa ist die Protagonistin und führt durch ein Buch, welches für Kinder ab 12 Jahre geschrieben und verfasst wurde und natürlich anders ist, als die Thriller, die ich bisher gelesen hatte. Eine große Umstellung.
Ihre Geschichte beginnt schon düstern und an jeder Ecke sind merkwürdige Vorkommnisse. Als dann auch noch Mathias mit seinen Zwillingssöhnen Kai und Adrian auftaucht, bekommt die Handlung einen neuen Drall.

Die Protagonistin ist komplett verwirrt, war sie es doch, die sich in Adrian verliebte und dacht, er sei nun der Richtige. Aber nach seinem Unfall herrschte Funkstille zwischen den beiden. Auch dachte Teresa die Zwillinge immer unterscheiden zu können, aber als ihre Gefühle nun auf Kai umschlagen und nicht mehr den im Rollstuhl sitzenden Adrian fixieren, ist sie gänzlich nicht mehr Herr ihrer Sinne.
Bis diese Szenen und Turbulenzen beginnen, muss der Leser eine Durststrecke überwinden, die mich nicht nur überraschte, sondern auch enttäuschte. Ist man es doch sonst von der Autorin nicht gewohnt, dass sie einen nicht unterhält.

Auch zwischendrin kam nicht wirklich die Lesefreude auf und was Teresa als Liebe bezeichnete, war am Ende nur ein Spiel mit sich selbst. Sie ist anscheinend nicht so weit zu wissen, wie sich wahrhaft lieben anfühlen kann und stürzt sich zu oft, für meinen Geschmack, in ihre Hormone hinein.
Aber das hier ist ein „Thriller“, also geschehen auch Morde und Anschläge, die endlich die Seite des Genres beleuchten, aber diese sind zu kurz gehalten. Mehr Rätsel pflastern Teresas Weg und sie findet sich eher in einem Krimi wieder, in dem sie der Wahrheit ins Auge sehen muss, um den Schritt zu wagen und alles Ungesagte ans Licht zu bringen.

Es gibt einen riesigen Showdown, in dem Katrin Bongard die Gelegenheit ergreift und die Codes knackt, die Teresa sammeln konnte.
Die Zwillinge an sich betrachtet kamen mir unheimlich vor und es war keiner der beiden auch im entferntesten sympathisch. Jeder strahlt eine gewisse Überlegenheit aus, die man nicht einschätzen kann und Gänsehaut über den Körper jagt.
Auch Teresas Freundin Hannah ist keine große Hilfe und mehr an Liebesdingen interessiert, als das sie den ernst der Lage wirklich wahrnehmen könnte.

„Schattenzwilling“ besticht mit Brüdern, die man nicht einschätzen kann und einer Protagonistin, die mit ihrer Teenagerzeit gänzlich überfordert ist.

Zum Buch auf der Verlagsseite: KLICK

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