21. Oktober 2015

Jetzt oder Nils von Nikola Hotel

 (Copyright: Aufbau Verlag)

Nikola Hotels Buch erschien schon im März 2015. Aber da ihr Buch “Rabenblut” nun im neuen Cover herausgekommen ist, musste ich mir einfach “Jetzt oder Nils” mit dazubestellen.
Hätte ich geahnt was mich auf den 284 Seiten erwartet, hätte ich schon viel eher damit begonnen.
Der Aufbau Verlag hat ein tolles Cover dazu gestaltet, irgendwie passend, sobald man in die Geschichte hineinfällt.

Emma ist kein Glückschwein, sondern wirklich arm dran zu dem Zeitpunkt, als sie Nils Dannenberg kennenlernt.
Als Blumenbotin wurde sie zu ihm geschickt, ausgerechnet im Schweinskostüm steht sie vor ihm und muss eine Blamage über sich ergehen lassen.
Doch als sie bemerkt, dass es Nils nicht gerade gut geht, springt der Emma-Rettungsdienst zur Hilfe - ob es Nils passt oder nicht.

Sein komplettes Leben wird umgekrempelt, durch diese quirlige und ja auch etwas tollpatschige, liebenswürdige Person.
Sie selbst bemerkt erst viel zu spät, was für ein Umbruch in ihrem Leben vor sich geht, doch lässt sie sich keineswegs davon beirren. Aber auch starke Charaktere brauchen ein Auffangtuch …

Nikola Hotel schafft es immer wieder mich zum Weinen zu bringen, und die Bauchschmerzen vor Lachen nicht zu vergessen!
Emma war für mich das blanke Chaos. Wie ein Wirbelsturm, der alles mit sich nimmt und am Ende muss man alles neu aufbauen.
Wohl nun sie bekommt es hin den angesehen Journalisten Nils Dannenberg gänzlich aus der Fassung zu bringen. Doch er zeigt sehr gut, dass er es mit ihr aufzunehmen vermag.

Woher sie das Chaotische hat, ist mir schleierhaft, doch ich denke, sie macht es nicht mit Absicht. Ihr Helfersyndrom sprengt wohl alle Synapsen und schon ist Emma nicht mehr zu stoppen.
Man hat diesen typischen Lesefilm vor Augen, in dem man in einen bequemen Sessel sitzt, mit warmen Popcorn und sich eine Liebeskomödie ansieht, in der man gänzlich mit gefangen ist.
Das fand ich so faszinierend, dieses Gefühl sich den Situationen, schienen manche auch ab und an überdreht, nicht entziehen zu können und Seite für Seite vom Buch verschlingen zu müssen.

Von Nils bekommt man nicht sehr viel mit, manchmal empfand ich es als schade, da ich gern hinter seine Fassade schauen wollte, aber manche Männer lassen einen ungehört stehen und gehen ihrer Wege.
Dafür hat man ja Emma, die man einfach ins Herz schließen möchte.

Auch wenn es im ersten Moment nicht so scheint, ist ihre lustige Art meist ein Schutzschild, dass ihren Kern verbergen muss. Der ist flüssig wie Wasser und immer wieder entzieht jemand in ihrem Umfeld etwas davon und lässt sie zum Ende hin leer zurück.
Sie ist eine tolle Figur, die das Herz am rechten Fleck hat und man es ihr einfach gönnt in den Arm genommen zu werden.

Die Autorin hat mich bisher mit keinem ihrer Bücher enttäuschen können - ja ich bin ein Fan, sie hat auch hier wieder voll ins Schwarze getroffen (na gut, sie hätte das ganze Buch mit “Mats Hummels” vollschreiben können, aber das passt ja nun hier in das Buch, auch wenn es unbewusst von ihr war).
Ich bin sehr gespannt, welche Geschichte ich als Nächstes von ihr lesen kann und hoffe, dass noch viele, viele folgen werden.






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