28. Dezember 2015

Verity heißt Wahrheit von Jeannie Waudby

(Copyright: Chicken House - Verlag)

Erschienen im November 2015 umfasst die Geschichte von Verity 400 Seiten und passt sich erschreckend an unserem heutigen Leben an.
Im Chicken House Verlag erschienen lässt Jeannie Waudby auch die deutschen Leser an ihrer sehr mitreißenden Geschichte teilnehmen.

Brotherhoods gegen Residents, anders hat es K bisher nicht kennengelernt. Das System gegen die Terroristen. Die Obrigkeit gegen jene Leute, die sich nicht einfügen wollen.
Als ein Bombenanschlag K aus ihren Leben mitten in die Spionage reißt, erfährt sie am eigenen Leibe, was es heißt, eine Brotherhood zu sein.
Für die Residents soll sie wichtige Informationen an Land ziehen, um solche Anschläge zu verhindern. Doch alles, an was sie bisher glaubte gerät ins Wanken und K, die nun Verity genannt wird, muss ich für eine Seite entscheiden …

Als ich den Klappentext lass, lag der Anschlag in Paris noch nicht lang zurück und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken.
Was wäre, wenn wir in so einem Regime leben müssten, in dem uns vorgegeben wird, wer die Bösen sind. Was wäre, wenn diese Bösen genauso Opfer einer höheren Macht wären, in denn es nur um Geld und ja, die Macht allein geht.
Jeannie Waudby hat sich ihre Gedanken gemacht und was dabei herauskommt, ist erschreckend nah an der Wahrheit, in der wir leben.
K ist ein Weisenkind, für die Welt unsichtbar, und niemand würde sie vermissen. Perfekt also zum Spionieren.

Mit einer falschen Identität ausgestattet, gelingt es ihr in die Schule der Brotherhoods eingeschleust zu werden.
Leider ist sie total eingeschüchtert und so sehr von Oskar abhängig, der sie zu dieser Spionage überzeugt hatte.
Alles scheint sich am Anfang zu überschlagen, bis man schließlich in dem Internat steht und dem sogenannten Feind ins Auge blickt.
Das dieser aus einer ganzen Anzahl sehr liebenswürdigen Menschen besteht, scheint K, die sich Verity nennt, niemals geahnt zu haben.

Durch den tollen Erzählstil merkt man als Leser, wie sehr sie hin und her gerissen wird, von dem Hass, den sie anerzogen bekommen hatte und den Zweifel, dass diese Mitschüler Terroristen sein sollen.
Besonders ins Auge fallen hier Gregory und Serafina.
Serafina ist ein lebenslustiges Mädchen, dass Verity sofort herzlich willkommen heißt. Und Gregory … tja, in den muss man sich einfach verlieben.
Immer mehr merkwürdige Begegnungen bringen Verity ins Wanken und am Ende wusste nicht mal ich, als Leserin, wer die Fäden in der Hand hält.
Manchmal wären mir weniger Selbstzweifel lieber gewesen, aber was hätte man wohl selbst in dieser Situation getan.

“Verity heißt Wahrheit” verkörpert all das, an was wir glauben. Daran Vertrauen zu haben in die Menschen, die wir lieben und auch mal auf sein Herz zu hören!







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