22. Februar 2016

Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes (Hörbuch gelesen von Luise Helm uvm.)

(Copyright: Argon Verlag)

Durch die Verfilmung von Jojo MoyesEin ganzes halbes Jahr“ habe ich mir das ungekürzte Hörbuch geholt. Aufgenommen im Argon Verlag wird es gefühlvoll von Luise Helm gelesen. Über 14 Stunden begleitete mich Luisas Geschichte, mit einigen emotionalen Höhen und Tiefen.
Luisa ist das typische Durchschnittsmädchen, das einen annehmbaren Schulabschluss gemacht hat und nun eine Arbeitsstelle als Kellnerin tätigt. Doch schnell muss Luisa feststellen, wie sehr sich ihr Leben verändern kann. Durch die Kündigung im „Butteres Bun“ sieht sie sich gezwungen einen neuen Arbeitsweg einzuschlagen. Sie bekommt die Chance sich ein halbes Jahr um Will zu kümmern, was ihr Leben in allem Denken und Fühlen komplett auf den Kopf stellt …

Schon seit einer ganzen Weile lag mir meine beste Freundin in den Ohren, dass ich „Ein ganzes halbes Jahr“ lesen soll. Nun durch die Buchverfilmung wurde ich selbst immer neugieriger und ich wurde absolut nicht enttäuscht.
Luisa wird richtig gut von Luise Helm in dem Hörbuch gelesen und man konnte sich immer mehr mit der Figur und ihrer Umwelt identifizieren.
Sie ist eine bunte Person, die mit der Mode sich sehr von den anderen Leuten in ihrer Wohngegend abhebt. Doch die Szenen in ihrer eigenen Familie haben mich teilweise sehr erstaunt und geschockt. Der Vater machte sie permanent schlecht, als wenn sie nichts könnte. Die Mutter sagte lieber gar nichts und ihre Schwester war sowieso das Wunderkind, obwohl sie schon ein Kind hat, anstatt sich um ihren ach so tollen Weg zu bemühen. Luisa ist da anders, sie musste immer wieder zurückstecken und blieb trotzdem ruhig und schien es immer wieder allen Recht machen zu wollen. Gleich als ich sie in der Handlung immer mehr und mehr kennenlernte, schloss ich sie ins Herz.
Eigentlich kann ich nicht viel zu ihr in Worte fassen, dann sie erschien mir so in sich gezogen und später sehr auf Will fixiert. Aber am Ende merkt man, dass sie sich trotzdem Gedanken um ihr Leben gemacht hat und sich immer mehr entwickelt.
Als man als Leser/Hörer Will kennenlernt, bringt er gleich ein abweisendes Bild von sich, denn so, wie er Luisa gegenüber auftritt, hat man selbst als Außenstehender das Gefühl, dass er nicht wirklich etwas mit seinem Umfeld zu tun haben möchte. Auch die arme Luisa muss oft unter ihm leiden. Was mich aber an diesem Teil sehr von Luisa faszinierte, ist ihre Hartnäckigkeit, auch wenn diese manchmal kleine Risse bekommt. Sie setzt sich gegen Will durch und bietet ihm sehr oft die Stirn.
Ein riesen Schock ist die Offenbarung über das Ende des halben Jahres. Auch wenn ich den Ausgang der Geschichte bereits wusste, ist es dennoch eine große Belastung, wenn man etwas erfährt, aber es eigentlich gar nicht wissen sollte.
Luisa ist in diesem Punkt einfach grandios, sie versucht sich gegen Will zu behaupten und ihn aus dem Alltag, der sich nach seinem Unfall eingestellt hatte, herauszuholen.
Für mich bleibt Luisas Figur jemand, den man nicht mehr vergessen möchte. Man leidet, lacht und grübelt mit ihr. So habe ich es in vielen Szenen erleben dürfen.
Auch Wills Entscheidung konnte ich, aus seiner Sicht, verstehen und ziehe meinen Hut vor diejenigen, die diesen Schritt wagen, denn jeder sollte frei entscheiden dürfen, wie das weitere Leben vorbesteht.
Jojo Moyes versteht es den Leser in seinen Bann zu ziehen und die Stimme von Luise Helm haucht der Figur Luisas Leben ein. So bekommt man ein in sich abgestimmtes Erlebnis, das mitreißt und viele Leser und Hörer überzeugen wird!





Trailer zum Film

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