11. April 2016

Pandora - Wovon träumst du? von Eva Siegmund

(Copyright: cbt-Verlag)

Allein schon wegen des auffallend schönen Covers, hatte ich mir den Erscheinungstag von „Pandora – Wovon träumst du?“ vermerkt. Herausgeber ist der cbt-Verlag, welcher Eva Siegmunds Werk mit 496 Seiten gebunden hat. 

Sophie kann den Notartermin nicht erwarten, der sie überraschend dazu einlud eine Testamentseröffnung beizuwohnen. Zu ihrem Schreck sitzt ihr ein Mädchen gegenüber, welches ihr bis aufs Haar gleicht. Elisabeth, die nur Liz genannt werden möchte, ist ihre Zwillingschwester. Durch den Mord an ihrer Mutter, welcher der eigene Vater begangen haben soll, wurden die Geschwister getrennt.
Viele Jahre möchten sie nun aufholen und mehr über den schrecklichen Fall erfahren. Doch die Firma NeuroLink, welche für viele technische Neuerungen gesorgt hat, nimmt die Zwei immer mehr ins Visier. Der Kampf um freie Träume hat begonnen …

Der Einstieg ins Buch ist ein Kennenlernen mit merk würdigen Szenen, die man immer mehr entschlüsseln wird. Damit legt Eva Siegmund den Grundstein ihres Werkes. Rätsel, Korruption, Verschwörungen – sind nur kleine Details, die den Zwillingen Sophie und Liz über den Weg laufen werden.
Ein Kennenlernen der Beiden ist schnell getan und so stürzt man sich mit ihnen in eine Welt, die unseren sehr ähnlich ist. Es gibt neben „LiveBook“ auch Begriffe wie „Seekern“ und „WerbePorts“, sowie „SmartPorts“. Alles Dinge, die heute zum großen Teil zu unserem Alltag gehören und welche die Autorin nur für ihre Welt leicht abgewandelt hat.

Gerade das ist es was „Pandora – Wovon träumst du?“ so ausmacht, die Technik, die unseren Figuren gefährlich wird und sie aus ihren bisher routinierten Leben herausreißen wird.
Durch die Trennung nach dem Mord ihrer Mutter, welcher angeblich vom eigenen Vater verübt worden war, wuchsen die Mädchen in unterschiedlichen Gegenden Berlins auf. Es ist der Schauplatz, der so nahe liegt und dennoch als facettenreich und durchdacht hervorsticht und der Handlung somit viel Spielraum bietet.

Sophie ist bei ihrem „Vater“ groß geworden, da die Mutter leider verstorben war. Viel Geld besitzen sie nicht, dass hat der Charakterstärkung Sophies aber keinen Abbruch getan. Sie sieht zwar nicht so aus, aber immer wieder zeigt sie, wie viel Mut sie so lange verborgen hatte.
Liz ist da schon anders. Ihre Eltern sind nie zugegen und nur die Haushälterin und der Sicherheitschef kümmern sich um sie. Dennoch hatte ich immer wieder das Gefühl, dass sie einsam war und das Auftauchen ihrer Zwillingsschwester holte sie aus einem Loch heraus.
Mit diesen beiden Figuren wird der Leser durch zahlreiche Höhen und Tiefen gehen, aber gerade die brutalen Träume sind es, welche ihr Leben ändern werden.

Um diese loszuwerden, gehen sie den Schritt und beginnen Nachforschungen anzustellen – was sie herausfinden ist nicht nur ein Skandal, sondern auch tödlich für jeden der den Mut besitzt tiefer zu graben und Fragen zu stellen.
Hacker tauchen auf und greifen den jungen Frauen unter die Arme. Und auch wenn mit zahlreichen Begriffen um sich geschmissen wird, so schafft es Eva Siegmund immer, dass dies der Geschichte keinen trockenen Beigeschmack verpasst.

Als dieser Teil beginnt, rasen die Seiten zwischen die Finger des Lesers nur so dahin und immer wieder hat man das Gefühl, das der „Sandmann“ wieder auftauchen könnte.
Leider hatte mir der Einstieg ins Buch etwas Kopfzerbrechen bereitet, denn so schön das Cover zum Buch aus ist – es passt in keiner Weise zur Geschichte.
Dennoch sollte man in „Pandora – Wovon träumst du?“ hineinfallen. Eine spannende Verfolgungsjagd um die geistige Freiheit ist nicht nur in Zukunft ein Thema. Auch heutzutage müssen wir uns mit diesem wertvollen Gut auseinandersetzen. 

„Pandora – Wovon träumst du?“ ist ein hochtechnisches Werk, mit zahlreicher Spannung und einer Hauptstadt, die dunkle Register unseres Lebens zum Vorschein bringt!





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