7. Juli 2016

Sommer in St. Ives von Anne Sanders

(Copyright: blanvalet Verlag)

Es ist Sommer und so gehören die schönen Lektüren über diese Zeit einfach dazu. So kam es, dass bei mir „Sommer in St. Ives“ eingezogen war. Aus dem blanvalet Verlag, hat die 416 seitige Geschichte einen liebevollen Einband bekommen, welcher perfekt zur Geschichte passt. Anne Sanders transportiert den Leser direkt ins beschauliche Küstenstädtchen St. Ives, in Cornwall.

Lola Lessing hat einen sechswöchigen Urlaub mit der gesamten Familie vor sich. Anlässigdes ersten Todesjahres ihres geliebten Großvaters fliegt sie nach St.Ives, Cornwall. Ungewöhnlich daran ist, dass ihre gesamte, ständig gestresste Familie sich diesen Weg wirklich antut.
Angekommen bei ihrer Großmutter werden alle vor einer Tatsache gestellt, die nicht nur Lolas Leben gänzlich auf den Kopf stellt …

Nicht nur das Cover von St. Ives überzeugt, sich diesen tollen Sommerroman zuzulegen, sondern, wie es auch immer sein soll, der Inhalt reißt mit.
Wegbegleiterin für den Leser ist Lola Lessing, ein junge Frau, die es nicht immer leicht hat mit ihrer Familie und dem Weg des Lebens. So gänzlich konnte sie sich noch nicht entscheiden, was sie genau eigentlich mal machen möchte. Ihr zur Seite gestellt ist immer die große Schwester, welche als Vorbild für Lola gelten soll – jedenfalls, wenn es nach ihrer Mutter geht.

Desweiteren wird man in die Vergangenheit von Lolas Großmutter Elvira entführt. Diese lernte bei einem Aufenthalt in St. Ives, als junges Mädchen ihre erste große Liebe Sam Wells kennen. Viele Jahre lang bleiben sie im Kontakt und es ist eine erfrischende Schnipseljagd quer durch das Buch, welches immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her schaltet, da diese Aspekte zum Schluss ein herrliches Bild über das gesamte Leben dieser Familie bietet.
Wie man es sicherlich schon heraushört, passieren mehrere Katastrophen auf diesem Handlungsstrang, die einerseits chaotisch und liebenswert sind, auf der anderen Seite aber ernste Töne anschlagen.
Man beginnt zu verstehen, warum jeder einzelne Charakter so tickt und warum es gerad bei Elvira dazu gekommen ist.

Lola habe ich komplett in mein Leserherz eingeschlossen. Denn so herrlich verpeilt, wie sie ist, lernt sie dennoch ihr Leben anzunehmen und sich durchzusetzen.
Dass sie dabei auch noch eine charismatische Bekanntschaft mit Chase macht, ist das Tüpfelchen auf dem „i“ oder die Kirsche auf der Sahne. 

Alle roten Fäden wurden von der Autorin Anne Sanders so gekonnt eingesetzt, dass man im Leben nicht daran denkt, das Buch auch nur eine Minute aus den Fingern zu legen. „Sommer in St. Ives“ ist so gut erzählt, durch seine auflockernden Szenen und verbindet ernste Themen und eben die witzigen Seiten gekonnt miteinander, sodass man eine Sommerlektüre vor sich hat, welche man gern jedes Jahr wieder hervorholen möchte.

„Sommer in St. Ives“ unterhält auf allen Ebenen und ist eine Sommerlektüre, bei der man jeder Figur ein gelungenes Happy End wünscht!



Absolutes Sommerbuch!

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