14. August 2016

Hinter den Wolken von Daniela Blum

(Copyright: forever Ullstein Verlag)

Durch den forever Ullstein Verlag bin ich im Mai 2016 auf Daniela Blums Werk aufmerksam geworden. (Gerade die Kolibris passen perfekt zu meinem Blog.) Rund 350 Seiten umfasst ihr Werk und entführt Figuren und Leser in eine Welt, die voll ist mit Schutzengeln.

Sina kann es nicht verkraften, von ihrem Mann sitzengelassen zu werden. Sie beendet ihr Leben und kommt in der Schutzengelzentrale an. Alles wird immer verworrener und ohne Umschweif und viel Erklärungen bekommt sie ihren Schützling zugeteilt.
Jan ist alleinerziehender Vater einer kleinen Tochter. Seine Frau ist bei einem Flugzeugabsturz um Leben gekommen und somit scheint seine Welt gänzlich in sich zusammengefallen zu sein.
Zwei neue Welten prallen aufeinander, als sich Sina den Regeln widersetzt und sich Jan zu erkennen gibt. Sie beginnt ihm Kraft zu geben, denn noch sind seine schweren Zeiten nicht überwunden …



Als ich den Klappentext zu Daniela Blums Werk gelesen hatte und dazu noch dieses tolle Cover genießen konnte, empfand ich die Idee hinter all dem als ganz reizvoll.
Leider musste ich, nach ein paar Kapiteln feststellen, dass es sehr dem Film „Solange du da bist“ mit Reese Witherspoon und Mark Ruffalo ähnelte.

Natürlich hat die Autorin neue Elemente mit hineingenommen, wie die Schutzengelzentrale. Diese war mir dennoch etwas zu wenig erklärt, denn wie Sina wird auch der Leser gleich auf die armen Figuren losgelassen.
Gerade Jans Position in der Handlung hatte mich sehr berührt, war er doch am schwersten getroffen von allen. Seine Frau ist Tod und er steht mit seiner kleinen Tochter nun allein da. Zum Glück sind seine Schwiegereltern schnell zur Stelle, doch was das noch alles für Konsequenzen für ihn hat, das kommt erst nach und nach heraus.

Ebenso wie im Film, gibt sich Sina auch Jan zu erkennen, was die kompletten Situationen, in denen sie sich immer wieder befinden werden, noch mehr verschärfen werden.
Manche Szenen waren sehr vorhersehbar und leider tendierte auch das Ende dazu. So hatte ich nicht wirklich immer ein tolles Lesevergnügen, was sehr schade ist, da man deutlich mehr daraus hätte entnehmen können.

Auch wenn Daniela Blum die vorgelegte Idee in ihrer Geschichte verändert hat, so wird dennoch klar, wie das Ganze endet. Da hilft es auch nicht neue Gedanken mit hineinzubringen. Ich glaube nicht, dass dies von ihr beabsichtigt war, aber für mich hatte es einen faden Nachgeschmack hinterlassen.

„Hinter den Wolken“ setzt leider Elemente um, die man schon aus Film und Fernsehen kennt, und kann somit nichts Neues in die Leserwelt hineinbringen.




Kommentare:

buch - leben hat gesagt…

Hm, es ist echt immer schade, wenn man nicht wirklich überrascht wird.
Aber der Film war wirklich klasse, oder? Den hab ich schon bestimmt fünf Mal gesehen :)
Liebe Grüße
Jasmin

dieSeitenfluesterer- unserBuchblog hat gesagt…

Hallo Jasmin,

ja das fand ich auch schade ... aber der Film ist echt Klasse. Ich mag die Schauspielerin ^^

LG,
Conny