16. November 2016

Filmbesprechung - Inferno

(Copyright: Cinemaxx.de)

Ich bin ein riesiger Dan Brown Fan und freute mich nun auf die neuste Verfilmung. Dieses Mal geht Prof. Langdon, wieder gespielt von Tom Hanks, auf den Spuren von „Dantes Inferno“ einer Biowaffe nach, welche vor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) versteckt ist.

Genauso verwirrt wie der Professor, muss sich erst einmal der Zuschauer orientieren und mit den zahlreichen Flashbacks der Figur klarkommen.
Man sieht Visionen von verletzten Menschen, mit verdrehten Köpfen oder verstümmelten Gliedmaßen. Alles im allem sehr undurchsichtig und bei klarem Verstand nicht einordbar.
Der Halt in diesen Szenen gibt die junge Ärztin Sienna Brooks, Figur wurde wiedergegeben von Felicity Jones, welche die erste Ansprechpartnerin für Prof. Langdon ist.

Ich brauchte, als Zuschauer, indes Zeit, um mich zu orientieren und mit den neusten Eindrücken dieses Films klarzukommen. (Das ich Dan Browns Werk gelesen hatte liegt schon eine Weile zurück).
Wie bei dem Autor nicht anders zu erwarten, setzt er hier schon die ersten Aktion geladenen Szenen ein. Indem er die getarnte Polizistin Vayentha (Ana Ularu) auf den Professor loslässt. Eine wilde Verfolgungsjagd entsteht und Herzklopfen beim Zuschauer, bis zur Wohnung der Ärztin.

Doch war wäre Professor Langdon ohne Rätsel. Hier nur weisen sie ihm dem Weg mit dem Bildnis von Botticelli zu Dantes Inferno. Unser Professor bekommt ebenso schnell heraus, dass es sich bei dem Bild um eine Bearbeitung handelt und die Höllenkreise mit zusätzlichen Wegweisern gespickt sind. Aber man bemerkt auch, dass seine Retterin ebenso eine sehr hohe Auffassungsgabe besitzt. (Schließlich hat sie schon mit 9 Jahren seine Bücher verschlungen.)

Eine Mischung aus Sakrileg und Illuminati erwartet einen, mit viel Schießereien und Verfolgungsjagden. Doch eines hat mich hier sehr betrübt, denn neben den tollen Rätselszenen und Blicken in die Vergangenheit vermisst man hier den Biss des Professors. Ebenso den Rotenfaden, an dem sich der Zuschauer entlang hangeln kann. Denn es gibt so viele Nebenfiguren, dass es bis zu einer Stunde Filmzeit dauert, bis alle dieser losen Fäden zusammenfließen. Hatte man nun das Gefühl endlich vorwärts zu kommen und Gut von Böse zu unterscheiden gelernt, ist der Film auch schon mit einem riesigen Knall zu Ende.

„Inferno“ lies mich enttäuscht zurück und ich hätte mir bei einer Buchvorlage mit 680 Seiten einfach mehr von dessen Umsetzung erhofft!

Trailer
(Copyright: SONY)

Filmfirma: SONY Pictures
Regisseur: Ron Howard
Buch: Dan Brown

Prof. Robert Langdon: Tom Hanks
Dr. Sienna Brooks: Felicity Jones
Bertrand Zobrist: Ben Foster
Christoph Bouchard: Omar Sy 
Harry Sims/ Provost: Irrfan Khan
Elizabeth Sinskey: Sidse Babett Knudsen
 








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