18. November 2016

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Filmbesprechung

(Copyright: Cinemaxx.de)

Am 16.11.2016 war es für mich soweit und ich konnte zur Vorpremiere in unserem Kino J.K. Rowlings neustes Werk „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ erleben. 2 Stunden lang begleitete ich Newt Scamander in New York der 20´er Jahre und suchte nach Tierwesen, die Muggel wie mir ohne ihn nicht aufgefallen wären.

1926, der Abenteurer und Magiezoologe Newt Scarmander ist auf einer geheimen Mission in Amerika angelangt. Mit ihm, in einem verzauberten Koffer, reisen Tierwesen aus der Magierwelt, welche noch für zahlreiches Chaos sorgen werden.
Heimlich beobachtet von Porpentina Goldstein, eine ehemalige Aurorin, versucht er seinen Niffler wieder einzufangen. Dieses Wesen liebt alles was glänzt, ähnelt einem Maulwurf und bringt den No-Majs (auch als Muggel bekannt) Jack Kowalski in ein Abenteuer, aus dem er eigentlich nie wieder aufwachen möchte. Doch eine dunkle Macht bedroht New York und für die MACUSA (The Magical Congress of the United States) steht fest, dass Newt Scamander an allem Schuld zu haben scheint …

Wie habe ich mich gefreut, endlich wieder in die magische Welt J.K. Rowlings abtauchen zu dürfen. Doch in dieser Zeit war nichts wie in der kindlichen Welt Harry Potters. „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ kommt sehr düster und an vielen Stellen auch brutal herüber. Gerade für Kinder unter 12 Jahren würde ich diesen Film also absolut nicht empfehlen.
Auch passt er sich der politischen Situation von damals perfekt an und schafft so Sequenzen, aus denen man nur mit den magischen Wesen ausbrechen kann.

(Copyright: Cinemaxx.de)

Eddie Redmayne spielt den introvertierten Magierzoologen Newt Scamander, welcher für kleine Lacher sorgt, ansonsten aber in einigen Momenten, durch seine Zurückhaltung, in den Hintergrund gerät.
An seiner Seite begleitet wird er von dem No-Majs (bei uns bekannt als Muggel) Jacob Kowalski, umgesetzt von Dan Folger, welcher eigentlich nur ein Darlehen von der Bank für eine eigene Bäckerei haben wollte. Nun aber steckt er mitten in einem magischen Abenteuer, aus dem er eigentlich nicht mehr befreit werden möchte. Durch seine liebenswürdige Art nahm ich ihn sofort in mein Zuschauerherz auf und hoffe immer wieder inständig, dass man ihm seine Erinnerungen an Newt und dessen Wesen, nicht nehmen wird.

Porpentina Goldstein, gespielt von Katherine Waterston, kam mir immer wieder sehr verloren in ihren Szenen vor. Eine ehemalige Aurorin, welche durch einen Zwischenfall mit einem No-Majs zum „Kellerdienst“ suspendiert wurde. So richtig auffallend war ihr Mitwirken für mich nicht und ich bin ehrlich – ich hätte nicht vermisst, wenn sie nicht dabei gewesen wäre.
Ihre Schwester Queenie Goldstein (Alison Sudol) indes empfand ich als niedlich, etwas naiv und wahnsinnig attraktiv. Auch wenn sie nicht viele Szenen besitzt, so gehörte sie für mich zu dieser bunten Truppe einfach dazu.

(Copyright: harrypotter.wikia.com)

Die Magierwelt in Amerika ist nicht so bunt, wie der Koffer voller Tierwesen, welchen Newt immer an seiner Seite trägt.
Auch wenn die Zentrale der MACUSA mit dem Zaubereiministerium London mithalten kann, was Größe und Ausstattung betrifft, so ist diese mit ihren Zauberern noch düsterer als die Ministeriumsabteilung, im Keller von London (Harry Potter und der Orden des Phoenix).
Colin Farrell versteht es, den undurchsichtigen Percival Graves zu verkörpern. Einerseits ist es eine standhafte Figur, die ein deutliches Ansehen bei den MACUSA inne hat, zum andern hat auch er seine heimlichen Machenschaften.
Immer wieder tauchen die merkwürdigen Anhänger der „Second Salemers“ auf. Unter ihnen auch der schüchtern wirkende Credence (Eszra Miller), welcher immer wieder in den Fokus des Zuschauers, durch eben diese „Antimagier“ Organisation, gerät.

(Copyright: baxterbulletin.com)

Doch was wäre dieser Film ohne seine magischen Wesen, die durch ihr Verschwinden aus dem Koffer, zur Auflockerung des sonst so düsteren Films führen.
Mein absoluter Star des Films ist der Niffler, das Wesen, welches ganze Banken und Juweliere ausrauben kann und man es dennoch als wahnsinnig niedlich empfindet.
Aber auch ein Erumpent schafft es, trotz seiner Größe, dem Zuschauer lustige Szenen zu bescheren.
Verzaubert haben mich die farbenfrohen Occamy´s, welche nicht nur mordsgefährlich sein können, sondern sich auch allen Raumgrößen anpassen – wahnsinnig interessant und klasse umgesetzt!

(Copyright: harrypotterfanzone.com)

Besonders das Ende des Films ist, dank alter J.K. Rowling Manier, so überraschend gestaltet, dass man am liebsten sofort den zweiten Teil anschauen möchte! (Ich sage nur Johnny Depp als Grindelwald – fantastisch!)

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ besticht zur einen Seite mit lustig, knuffigen, zum anderen mit Finsternis und Aktion geladenen Wendungen – Ein Film für alle Potterfans, die erwachsen geworden sind!


Trailer

Produktionsfirma: Warner Bros.
Regie: David Yates
Buch: J.K. Rowling

Newt Scamander: Eddie Redmayne
Jacob Kowalski: Dan Folger
Porpentina Goldstein: Katherine Waterston
Queenie Goldstein: Alison Sudol
Percival Graves: Colin Farrell
Credence: Eszra Miller
Mary Lou Barebone: Samantha Morton
Gellert Grindelwald: Johnny Depp



Keine Kommentare: