2. Dezember 2016

Floras Traum vom rotem Oleander von Annette Hennig

(Copyright: Annette Hennig)

In Eigenauflage ist aus der Feder von Annette Hennig das Werk „Floras Traum vom rotem Oleander“. 344 Seiten bringen den Leser in verschiedene Zeitepochen.

Flora kann ein sehr ehrgeiziges Mädchen sein, wenn sie etwas denn selbst möchte. Leider ist Arbeiten in der Pension des Ortes so gar nicht das, was sie für immer machen möchte. Sie will hoch hinaus und beginnt in dem ansehnlichen Anwesen der von Langenbergs eine Anstellung als Zimmermädchen anzunehmen – ihr Ziel ist die Aufmerksamkeit von Heinrich von Langenberg …

Flora kann man nicht mögen, ihre Figur wird man hassen lernen, und zwar abgrundtief. Sie ist faul, hochnäsig und absolut respektlos. Dennoch hat die Autorin genau das erreichen wollen, denn von einer liebreizenden Figur, könnte man wohl nicht so viel Skrupellosigkeit erwarten, wie eben jene Flora.

Als Leser springt man zwischen den Jahren hin und her (1940-1990) und lernt ganz unterschiedliche Charaktere kennen, welche im ersten Augenblick so gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Als die Autorin zum Ende hin dann alle Fäden zusammenzieht, ergibt sich ein Bild, dass schreckliches offenbart.

Leider war ich durch diese Zeitsprünge ab und an etwas verwirrt und wurde unsanft aus den zurückliegenden Ausführungen katapultiert, um mich dann in die neue Umgebung wieder einzulesen.
Etwas mehr Struktur hätte ich mir an vereinzelten Stellen gern gewünscht.
Den großen Spannungsbogen setzt Annette Hennig genau zum Schluss und lässt einen Cliffhänger stehen, der einen, so denke ich, zum zweiten Band verführen soll.

„Floras Traum vom roten Oleander“ ist eine historische Familiensage, die durch viele Zeitspannen reist und den Leser auf eine spannende Suche mitnimmt.





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