26. April 2017

Die Wellington Saga - Versuchung von Nacho Figueras und Jessica Whitman

(Copyright: blanvalet Verlag)

Nacho Figueras ist nicht nur ein attraktiver Polospieler, sondern nun auch auf dem Gebiet der Autoren unterwegs. Mit seinem Werk „Die Wellington Saga - Versuchung“ ist er im blanvalet Verlag nun auch in Deutschland erhältlich. 417 Seiten entführen in die Welt des Polosports, der Liebe und des Glanzes der höheren Gesellschaft.

Georgia liebt ihren Beruf als Tierärztin und hat eine besondere Verbindung zu den Tieren. Dank ihres guten Freundes kann sie in Wellington den besten Polospielern bei ihrem Sport zusehen und in die Welt von Alejandro del Campo eintauchen. Doch durch eine geschäftliche Beziehung darf nie mehr aus den beiden werden, auch wenn sie sich noch so sehr zueinander angezogen fühlen …

Gespannt auf den ersten Teil einer neuen Reihe, lauert man darauf, was sich zwischen den Buchdeckeln verbergen mag.
Was Nacho Figueras Werk mich dann so mitreißen würde, hätte ich beim Lesen des Klappentextes zuerst nicht erhofft. Viel Glamour und die High-Society Floridas erwarten den Leser. Doch vor allem den Polosport und natürlich den Protagonisten, ist man schnell zugetan.

Georgia als Tierärztin setzt für mich, da aus dem gleichen Fach kommend, einen tollen Fokus. Sie ist sehr schlau und weiß sich durchaus zu verteidigen. Auch die Sichtwechsel von ihr hin zu Alejandro haben mir viele Einblicke in die unterschiedlichen Gefühlswelten der Figuren gewährt. Das ist es, was ich brauche, um mich in den jeweiligen Situationen zurechtfinden zu können. Georgia und Alejandro luden den Leser sofort ein und lassen ihn teilhaben an ihrer Geschichte, bei derer man mit den beiden leiden und lieben wird.
Obwohl immer wieder von großem Reichtum die Rede ist, wird man nicht so überschwemmt von all dem Glamour und Markenbezeichnungen.

Der Autor legt hier eher einen fast schon bescheidenen Fokus auf Georgia, die sich in Alejandros Welt erst einmal einfühlen muss. Denn es werden ihr große Erwartungen in die Hand gegeben.
Gerade diese teuren Tiere zu betreuen und deren Tagesablauf darzulegen, hat der Autor gut beschrieben und in seinen Ausführungen den Bogen nicht über die Maßen überspannt.
Es ist der Wahnsinn, welcher Aufwand betrieben wird, um die Poloponys. Sind sie doch für die Sportler extrem wertvoll. Besonders ansprechend sind diese Ausführungen darüber, da der Autor selbst ebenfalls diesen Sport betreibt.

Alejandro ist eigentlich genau wie Georgia, sie ergänzen sich perfekt. Doch er muss auch Verantwortung für seine 16 jährige Tochter tragen, die alles andere als nett auf Georgia reagiert.
Besonders knisternd gestaltet wurden die erotischen Szenen, welche immer wieder abgebrochen werden mussten. Alejandro hat durch seine schlechte Vergangenheit einige Regeln eingeführt, die zugrunde legen, dass er als Boss nichts mit seinen Angestellten anfangen darf. Diese Regeln werden ihm nun zum Verhängnis.

Kritisch und traurig ist der Spannungsbogen gesetzt worden, bei dem man sich ein Happy End für die lieb gewonnenen Figuren wünscht.
Durch den umschreibenden und schmückenden Erzählstil fühlt man sich in Nacho Figueras Geschichte sichtlich wohl. Auch wenn das Auf und Ab der Protagonisten einen schier zum positiven Verzweifeln bringt.

„Die Wellington Saga – Versuchung“ entführt in einer Welt in derer nicht immer alles so glänzend verläuft, wie der Schein es einem weiß machen will.

 



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