19. April 2017

Hüter der fünf Leben von Nica Stevens

(Copyright: Carlsen Verlag)

Erschienen im Carlsen Verlag ist Nica Stevens Werk „Hüter der fünf Leben“ mein Erstes aus ihrer Hand. Erschienen im März 2017 mit seinen 288 Seiten konnte es mich mit seinen geheimnisvollen Szenen zu sich locken.

Der Besuch bei ihrem Vater ist Viviens ganzes Glück, möchte er ihr doch seinen kanadischen Nationalpark zeigen.
Doch es kommt alles anders und sie muss dem stillen Liam folgen. Sie kennen sich noch aus Kindertagen, doch eine ganze Zeit lang haben sie sich nicht mehr gesehen. Vivien findet sich zwischen ihren erwachenden Gefühlen und der Bedrohung einer höheren Macht wieder …

Dies ist mein erstes Werk von Nica Stevens, aber nach so einer mitreißenden Geschichte sicherlich nicht das Letzte. Vivien nimmt den Leser herzlich in ihrer Geschichte auf und ist mit ihren 17 Jahren eine sehr lebenslustige Frau, dass man von ihrer Euphorie gleich mit angesteckt wird. Auch wenn sie bei ihrem kontrollsüchtigen Großvater groß wird, so ist ihre Hoffnung doch ein Träger, der ihr Flügel verleiht.

Ihr Vater wohnt in Kanada und Viviens Freude ist recht groß ihn wiederzusehen, kann sie es doch nur zu selten. Es muss hart sein, seinen Vater nicht bei sich zu wissen und immer vom Großvater kommandiert zu werden.
Mehr gespannt war ich allerdings auf den geheimnisvollen Liam, hat der Prolog doch schon einen kleinen Einblick geboten, dass nicht alles natürlich wirkt in der Geschichte. Und so wird man nicht nur von einem äußerst attraktiven und zurückweisenden jungen Mann empfangen, sondern begibt sich auch mit Vivien auf eine Gefühlsachterbahn der ersten großen Liebe.

Übernatürliche Sequenzen folgten und als Leser ist es schon merkwürdig das Vivien zwar neugierig, aber auch gelassen reagiert.
Immer mehr und mehr taucht sie in das Mysterium um Liam ein und wird in seine Welt gezogen. Liam mutet wie ein mystisches Wesen an, bei dem man fasziniert hinsieht, aber nicht weiß, was einem Schlimmes wiederfahren wird.
Der sonst so herrschsüchtige Großvater beginnt unverhofft einen Mittelpunkt zu bekommen, den man nicht erahnen konnte.

Und wer hätte es gedacht, auch Vivien ist alles andere als „normal“. Ein paar Parallelen zu anderen Literaturen ist hier durchaus erkennbar, bringt den Leser aber dennoch dazu bei den Figuren zu bleiben. Denn, was Nica Stevens mit ihnen vorhatte, war gut ausgearbeitet worden.
Zum Ende hin bleiben Geheimnisse offen, die an einen zweiten Teil locker andocken können.
Die Autorin erzählt mit ihren Figuren leicht und unterschwellig mystisch, sodass man gern bei ihr bleibt, um den weiteren Verlauf ihres Abenteuers hautnah miterleben zu können.

„Hüter der fünf Leben“ ist geheimnisvoll, turbulent und mystisch angehaucht!




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