10. April 2017

Morgen lieb ich dich für immer von Jennifer L. Armentrout

(Copyright: cbt-Verlag)
Jennifer L. Armetrout hat schon vielen Werken Leben eingehaucht, doch nun geht sie einen schweren Weg mit ihren Figuren. „Morgen lieb ich dich für immer“ ist ein nachdenkliches und extrem ruhiges Werk, voller Schmerz. Erschienen im März 2017 beim cbt-Verlag können die Leser nun in ihre neue Geschichte eintauchen.

Mallorys und Riders Kindheit ist alles andere als schön verlaufen. Von den Pflegeeltern missbraucht und durch einen Unfall gefunden, werden sie getrennt und sehen sich erst vier Jahre später wieder.
Doch Mallory weiß nicht, ob sie sich Rider nähern kann, denn alles, aus der Vergangenheit, kommt wieder hoch in ihr …

Mit ihren neuen Protagonisten Mallory und Rider erzählt Jennifer L. Armentrout eine berührende, aber sehr langatmige Geschichte.
Mir tat mein Mutterherz weh, die gemeinsame Geschichte der beiden Figuren erleben zu müssen. Als Kinder in so einem brutalen Umfeld aufzuwachsen wünscht man niemanden.
Mallorys Geschichte beginnt für den Leser in ihrer neuen Familie. Die beiden Ärzte sind überaus liebevoll zu ihr und kennen ihre traurige Vergangenheit.

Wenn man sich jahrelang nur auf Zehenspitzen fortbewegt hat, um ja keinen Mucks zu machen und ebenso lange Schweigen musste, ist es kein Wunder, das unsere Protagonistin so ruhig und zurückgezogen lebt.
Dieser Moment, als Mallory ihren Rider nach vier Jahren wiedersieht, war für mich die am besten gelungene Szene. Denn es prasseln unsagbar viele Emotionen auf die Figuren ein, dass die Zeit sich nicht nur zurückdreht, sondern auch dort stillzustehen scheint.
Leider war ich von Mallorys Figur nicht so angetan, denn sie ist sehr blass gestaltet, was zwar beabsichtigt zu sein scheint, der Geschichte aber einen Knacks versetzt.

Figuren müssen den Leser leiten und tragen können, aber Jennifer L. Armentrouts Protagonistin fällt eher von einem dunklen Loch ins Nächste.
Auch hat mich der Kosename „Maus“, den Rider ihr schon als Kind gegeben hat, irgendwann ziemlich genervt. Die Autorin versuchte anscheinend mit ihm an die Zeit bei der Pflegefamilie anzuknüpfen, aber für mich als Leser war es ein Sprung ins kalte Wasser.
So richtigen Schwung in der Geschichte verspürte ich erst zum Ende hin, welches dann mit großem Vergnügen verschlungen wurde.

Nun muss ich mit diesem Werk beschließen, dass die Autorin nicht den Erzählstil für ihre Werke besitzt, den ich für meinen Lesefluss benötige. Das musste ich schon bei anderen Geschichten von ihr feststellen und lege somit ihre nächsten Werke nicht mehr auf meine „to Read“ Liste.

„Morgen lieb ich dich für immer“ ist eine etwas zurückhaltende Story, welche sich mit der Protagonistin erst entfalten muss!




Rezensionen zu Jennifer L. Armentrouts Werken

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