9. April 2017

Paper Prince von Erin Watt

(Achtung: Dies ist meine Rezension zum 2. Teil der Reihe. Sie könnte Spoiler enthalten, für all diejenigen, welche Band eins noch nicht gelesen haben!)

(Copyright: Piper Verlag)

Teil zwei der Reihe von Erin Watt musste ich gleich anhängen. Der Piper Verlag setzt mit „Paper Prince“ Ellas Geschichte weiter fort und zieht die Fans in seine 368 Seiten hinein.

Ella hat den Weg des geringen Widerstands gewählt und sich aus den Leben der Royals zurückgezogen. Schwer getroffen von dieser Entscheidung bleibt Reed zurück und muss mit dem Spott und vor allem der Wut seiner Brüder weitermachen.
Doch Callum setzt alles daran sein Mündel wieder in sein Haus zu holen. Ob Ella wieder zurückkommt und Reed verzeihen kann?

Weiter ging es gleich mit Teil zwei der Reihe, da ich nach dem dramatischen Ende natürlich wissen wollte, wie Ellas Weg verläuft.
Ganz positiv aufgenommen habe ich die Sichtwechsel hin zu Reed, denn so kann man endlich erfahren, wie es hinter dem Schutzwall aus Muskeln und roher Gewalt aussieht. Natürlich war einem in Band eins schon klar, dass er eine weiche Seite besitzt, aber dass er so sehr an Ella hing, hätte ich nie gewagt zu glauben.
Er erzählt seine Sicht der Dinge, wie er Ella zuerst gesehen hat und was er von ihr zu Beginn hielt. Auch wie seine Auffassung während und nach ihrem Verschwinden sich betrug, kann man als Leser nachvollziehen.

Dass die Schule danach so ausufern würde, hätte ich nie gedacht. Denn anscheinend hatte Reeds ältester Bruder die Schüler so unter Kontrolle, dass Reed es danach einfach hat „schleifen“ lassen.
Teilweise wie wild gewordene Tiere fallen sie übereinander her und schon in Band zwei konnte ich diese gewaltverherrlichende Seite des Buches nicht als positiv empfinden. Auch das Ella später genauso gewalttätig dargestellt wird, hatte mich sehr geschockt.
Ebenso unglaubwürdig kam der Vater Callum mit seiner Geliebten herüber. Diese ganze verworrene Situation um ihr und alle anderen Männer im Haus und dazu noch ihr kleines Geheimnis, dem er nicht nachgehen möchte, sondern einfach akzeptiert. Dies alles macht seine Seite der Geschichte sehr unglaubwürdig, für mich.

Sehr zärtlich und gefühlsbetont waren für mich die Szenen, als Ella wieder zwischen den Jungs steht. Wie sehr sie sie in ihr Herz geschlossen haben und was für einen immensen Halt Ella dieser zerrütteten Familie gebracht hatte, bringt dieser Szene Tiefe herein.
Schockierend auch hier das Ende von Band zwei, welche hier keine nähere Erwähnung finden wird, da es Band drei dann dazu eine noch düstere Ausführung bekommt.
Erin Watt, ein Autorenduo, das gelernt hat, mit den Gefühlen von Menschen zu spielen und weiß, wie man deren Abgründe an die Oberfläche kehren kann.
Band zwei birgt in sich sehr viele dieser Gefühle, wobei die düsteren hier immens überwiegen.

„Paper Prince“ kehrt harte Seiten zu weiche und die brodelnde Masse an die Oberfläche!




Rezension zu Band eins "Paper Princess"

(Copyright: Piper Verlag)

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