12. April 2017

Sommerglück in Rose Creek von Lucy McKay

 (Copyright: be by Bastei Entertainment)

Sommerglück in Rose Creek“ erschien bei be einem Label von Bastei Lübbe und stammt aus Lucy McKays Feder. Am 14.März 2017 erschienen, taucht man ein in 220 Seiten voller Existenzängste und das Finden von sich selbst.

Emily führt mit ihrem Vater TJ die Pferderanch. Doch schon einige Zeit wirft diese nicht mehr das ab, um sich weiterhin zu tragen. Emily versucht alles damit nicht nur die Ranch, sondern auch ihre Familie gerettet wird. Als sie Ryan kennenlernt, ahnt sie nicht, dass auch er voller Geheimnisse steckt …

Einen Kampf um die Existenz und den Familienzusammenhalt, dass erlebt man in Lucy McKays Werk. Mich faszinieren Pferde schon von Kindesbeinen an (mit einer Familie die es einen in die Wiege legt also kein Wunder) und so war ich sehr gespannt auf die Geschichte.
Sich in der Familie zurecht zu finden stellt sich als extrem schwierig dar, weil es zwei Parteien gibt. Durch die Scheidung mit seiner Frau und Mutter der drei gemeinsamen Kindern, hat es TJ nicht leicht.
Ebenso ist es gerade heutzutage schwer so eine Pferdezucht aufrecht zu halten, da sie zu Luxusobjekten geworden sind.

Emily beginnt die Führung durch die Handlung, doch schnell dürfte jeden klar werden, dass sie nicht im Mittelpunkt steht, was man zu Beginn annimmt.
Emilys Figur ist mehr unter Strom und versucht alles um die Ranch noch zu retten, doch anscheinend läuft sie einem immer davon. Jedenfalls kam es mir so vor, und als ich langsam mit ihr warm wurde, wechselte der Blickpunkt zu einem anderen Protagonisten, wie zum Beispiel ihr kleine Schwester Josie.
Diese war als Teenager ein Countrysternchen und ist nun mehr mit dem Alkohol beschäftigt, als mit ihrer Musik. Leider verschob sich hier nun der Fokus viel zu wenig auf Emily zurück.
Da neben TJ auch der Sohn und Aunt Mabel zu Wort kommen.

Gerade die vergessliche Tante bringt witzige Szenen in die sonst etwas trübe Suppe hinein.
Und denkt man mit Ryan Belford, dem sehr attraktiven Tierarzt wird alles herausgerissen, so bekommt man doch nur einen zurückgezogenen Menschen, der vor seiner Vergangenheit fliehen möchte, um sich dieser nicht zu stellen.

Lucy Mc Kay hat zwar ein Buch geschrieben, das sich gut lesen lässt, aber dessen Fokus mir viel zu sehr Hin und Her springt.
Mit mehr Verweilung auf einer Figur hätte sie tiefgründige Gefühle hineinschreiben können. Schade, merkt man doch das Potenzial und die Ideen, welche vorhanden waren.

„Sommerglück in Rose Creek“ wartet mit vielen Sichtwechseln auf, kann zeitweise unterhalten und versucht detailreich die Handlung zu tragen!



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