28. August 2017

One Night - Die Bedingung von Jodi Ellen Malpas

(Achtung: Der Inhalt des Werkes ist nicht für Jugendliche unter 16 Jahre zu empfehlen!)

(Copyright: Goldmann Verlag)

Die E-Book-Version von Jodi Ellen MalpasOne Night - Die Bedingung“ ist im Juli 2017 im Goldmann Verlag erschienen. 544 erotische Seiten begleitet man Livy durch ihre aufregende Handlung.

Ein ruhiges Leben zusammen mit ihrer Großmutter, das ist es, was sich Livy nur noch wünscht. Doch als sie dem mysteriösen Bistrobesucher kennenlernt, schlägt ihr Herz plötzlich nach Abenteuer. Für einen ganzen Tag soll sie sich mit ihm einlassen. Dennoch wird die Zeit mit ihm alles andere als ruhig …

Allein das minimalistisch gehaltene Cover, welches dennoch ein toller Blickfang ist, hat mich zum Lesen animiert. Auch Jodi Ellen Malpas Protagonistin Livy tat ihr Übriges.
Als neue im Bistro hat sie mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen und das ist nicht nur die sture Kaffeemaschine. Gerade der ständige Strom an recht gestressten Gästen macht ihre Arbeitszeit sehr unterhaltend, denn auch Avancen gibt es das eine oder andere Mal.

Auch schließt man sie immer wieder ins Herz, wenn man bei den Szenen mit ihrer Großmutter angekommen ist. Diese ist wirklich ein Unikat und hat ausnahmslos jeden im Griff. Für Lacher von ihrer Seite aus immer zu rechnen. Verstehen kann man ihre neugierige Art durchaus, denn Livy ist das einzige Familienmitglied, was sie noch hat.
Nie im Leben hätte ich bei dieser jungen und überaus schüchternen Frau mit solch einer Vergangenheit gerechnet. Gerade ihre Mutter ist es, die immer wieder in die Runde geworfen wird. Doch was hinter dieser Frau steckt, das gibt Livy nur nach und nach Preis.

Das so zurückgezogene Leben bekommt schlagartig eine neue Spannungswelle, als der mysteriöse „Mr. M“ im Bistro auftaucht – und Livy erst mal indirekt beleidigt. Was ich an den nachfolgenden Szenen so toll fand, war das Livy diesen einfach links liegen lassen kann. Sie zeigt einem eine Stärke, mit der wohl niemand gerechnet hätte.
„Mr. M“ entpuppt sich als Miller Hart. Dieser ist nicht nur ein extremer Ordnungsfanatiker, sondern leidet auch unter extremen Stimmungsschwankungen.

Und ab hier wird Miller Hart einfach nur nervig, denn er benimmt sich buchstäblich wie ein kleines Kind. Für mich war an diesen Stellen der bisherige Lesespaß vorbei, denn es erinnerte mich zusehend als andere Werke aus diesem Genre, bei dem die Männer auch, dachten die Welt drehe sich nur um sie. Miller Hart hat einfach einen totalen Knall und Livy ist in meinen Augen einfach zu gut für ihn. Besonders der Schluss schockiert immens und man ist sprachlos ob der Dinge, die dort ans Tageslicht kommen.

Jodi Ellen Malpas hat ihre Geschichte so gut mit Livy begonnen und ihr dann den falschen Mann an die Seite gestellt. Dieser überzeugte mich leider überhaupt nicht von sich und lies mich auch nicht nach dem zweiten Teil lechzen, obwohl es diesen geben wird. Da konnten die erotischen Szenen noch so gut beschrieben sein, aber für Miller Hart ist es schwer Sympathien aufzubauen, wenn er Livy so behandelte.

„One Night – Die Bedingung“ startet so vielversprechend und zerstört sich dann leider selbst.




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