12. Februar 2018

Verliere mich. Nicht. von Laura Kneidl

(Achtung: Dies ist die Rezension zum zweiten Band der Reihe. Wer Teil eins noch nicht gelesen hat, könnte von mir unabsichtlich gespoilert werden! Davor warne ich hiermit!)

(Copyright: LYX-Verlag)

Nachdem der erste Teil „Berühre mich. Nicht.“ so großen Anklang bei den Lesern gefunden hatte, haben wohl alle dem Erscheinen von Band zwei entgegengefiebert. „Verliere mich. Nicht.“ aus der Feder von Laura Kneidl erschien wieder im LYX-Verlag. Seit dem 26. Januar 2018 kann man sich in die 480-seitige Geschichte hineinfallen lassen.

Sage hatte den Tag gefürchtet, an dem die Vergangenheit sie einholen würde. Nun hat dieses dunkle Kapitel sie auch von Luca entfernt. Doch scheint es noch so ausweglos, ihre innere Stärke wächst mit jedem neuen Tag aus Sage heraus und sie beginnt sich den Geistern der Vergangenheit zu stellen ...

Nachdem ich den ersten Band der Reihe regelrecht verschlungen hatte, konnte ich es nicht abwarten endlich erfahren zu können, wie es mit Sage und Luca weitergeht.
Aber es ist schön zu lesen, dass auch viele andere Leser genau wie ich daraufhin gefiebert hatten.
Sage war schon in „Berühre mich. Nicht.“ sehr unnahbar, außer für Luca. Doch nun nahm sie alle Kraft zusammen, um die Zeit ohne Luca hinter sich bringen zu können.

Leider war mir das Ende von Band eins etwas sauer aufgestoßen, denn ich empfand Sage Reaktionen etwas überzogen. Und dieses Gefühl hörte auch zu Beginn von Band zwei nicht auf.
Hier fand ich April, Lucas Schwester, wieder sehr herzlich, denn sie ist es die es immer wieder schafft, Sage aus ihrem dunklen Loch herauszuholen. Und wie sie sich für Sage aufopfert und sogar beginnt Luca die Stirn zu bieten, waren tolle und emotional ausgearbeitete Sequenzen.
Aber in anderen Szenen plätscherte Sage Geschichte etwas dahin und man hoffte, an einigen Stellen, dass bitte irgendetwas passieren möge.
Auch wenn Situationen zwischen Sage und Luca sehr ausweglos erschienen, so klopfte nicht nur Sage Herz, wenn dieser auf der Bildfläche erschien.

Ab und zu habe ich hier einen Sichtwechsel vermisst, vielleicht hätten diese mir an so manchen Stellen geholfen, die eine oder andere Szene besser verstehen zu können.
Was aber sehr gut beleuchtet wurde von Laura Kneidl, ist die Stärke, die immer mehr aus Sage wächst. Sie nimmt ihren Ängsten die Luft und überzeugte ihr Umfeld und den Leser damit sehr.
Dennoch muss ich hier klar ansprechen, dass ich mir vom Ende sehr viel mehr erhofft hatte. Gerade weil Laura Kneidl mit der Figur Alan einiges an Angstgefühlen gestreut hatte, wäre noch mehr Dramatik hier niemals verkehrt gewesen.

Laura Kneidls Reihe war für mich, als großer Fan der Autorin, mal eine neue Erfahrung und ich finde, sie hat das, im Ganzen betrachtet, sehr gut umgesetzten können.
Und vielleicht gibt es bald wieder so ein Projekt, an dem wir Leser wieder große Freude haben werden.

„Verliere mich. Nicht.“ schließt die Geschichte um Sage, mit einigen Kritikpunkten, gut und gefühlvoll ab.




Meine Rezensionen zu Laura Kneidl´s Werke

(Copyright: LYX-Verlag)

(Copyright: Carlsen Impress Verlag)

 (Copyright: Carlsen Verlag)






Kommentare:

Romantic Bookfan hat gesagt…

Hi Conny,

wie schön, dass dich Band 2 überzeugt hat! Ich freue mich auch schon sehr aufs Lesen und finde Laura Kneidls Schreibstil sehr fesselnd!

Liebe Grüße
Desiree

Book Blossom hat gesagt…

Hallo liebe Conny!

Ich finde du hast deien Kritikpunkte sehr klar dargestellt und ich kann diese deshlab gut nachvollziehen. Von einigen Seiten habe ich schon gehört, dass sich manche Stellen in Band 2 ein wenig hinziehen. Aber ich versuche natürlich trotzdem mein Glück und hoffe, dass ich am Ende genauso überzeugt sein werde wie du. :) Insgesamt habe ich mich nämlich total in Sage und Luca verguckt - ein tolles fiktives Pärchen!

Liebste Grüße
Nina von BookBlossom

dieSeitenfluesterer- unserBuchblog hat gesagt…

@Ihr Zwei: Ich hoffe sehr, dass Sage und Luca euch wieder mitreißen können, wenn auch nur ab einer bestimmten Stelle. Es wird eben sehr hart dieser Teil :( LG. Conny