17. Dezember 2017

Kiss me in Paris von Catherine Rider

(Copyright: cbt-Verlag)

Erschienen im cbt-Verlag ist Catherine Riders Buch “Kiss me in Paris” bereits Anfang Oktober 2017. Auf 256 Seiten geht es auf Spurensuche nach der Vergangenheit.

Serena hat in Paris nur ein Ziel – den gemeinsamen Urlaub ihrer Eltern nachzuvollziehen. Nach dem Tod ihres geliebten Vaters versucht sie so die schönen Gefühle, für ihre trauernde Mutter, einzufangen. Doch alle Planung geht nach hinten los, da ihre Schwester nicht mit ihr gerechnet hat und schon selbst eigene Ziele verfolgt. Bleibt nur Jean-Luc, der noch ein Zimmer für Serena frei hat. Unfreiwillig beginnen die beiden die Jagd nach der Vergangenheit und merken nicht, wie sehr sie sich eigentlich selbst verloren hatten …

Bei Catherine Riders Werk wohnte mir die Hoffnung inne, dass weihnachtliche Gefühle transportiert würden. Was ich anhand des winterlich gestalteten Covers auszumachen versuchte. Vor allem da Paris ja bekanntlich für seine romantische Seite berühmt ist.
Dennoch startete und verlief die Handlung ziemlich turbulent ab, da unsere Protagonistin Serena eine deutliche Mission vor Augen hatte.

Nach und nach wurde deutlich, dass sie dem Phantom der verlorenen Liebe ihrer Eltern nachzujagen versuchte. Durch die eingewobenen Sichtwechsel lernt man dann auch noch Jean-Luc kennen, welcher erst sehr unfreiwillig sich um Serena zu kümmern versuchte.
Auch wenn die beiden Charaktere unterschiedlicher nicht sein könnten, so passten sie sich doch nach und nach ganz gut aneinander an.

Serena kommt mit einer ganzen Wagenladung an Aufgaben in die Stadt der Liebe und auch Jean-Luc jagt der Zeit nach. Seine Studiumsarbeit hatte bisher keinen Anklang bei seinem Professor gefunden.
Serenas Idee, für ihre Mutter, ein Album ihrer damaligen Reise durch Paris zu gestalten, ist an sich nicht schlecht. Doch sie dieser besser zuhören sollen, ob sie das Vorhaben auch wahrlich wollte und dadurch die schmerzlichen Gedanken erdulden möchte.
So hat der ruhige Jean-Luc nun eine flippig, durchgeplante Amerikanerin, an der seiner Seite und der Leser ist nah dabei.

Catherine Riders Grundgedanke, dass sich ihre Figuren sicher werden müssen, was sie eigentlich zu finden versuchen, ist an sich nicht schlecht gewählt. Nur hatte sie mir diese Szenen zu stark mit dem Vorankommen der Handlung übermalt, als das die aufsteigenden Gefühle in Gänze an den Leser transportiert werden konnten.
Zwar war es schön beide auf ihrer schon fast katastrophalen Tour begleiten zu können, aber manche Details davon waren mir nur halb ausgearbeitet erschienen.

Zeitweise unterbanden die Sichtwechsel auch oft aufkommende zähe Stellen der Handlung, da man sich immer wieder auf den eben ausführenden Charakter konzentrieren musste.
Besonders begeistern konnte mich der Schluss. Der dann doch noch gut beschreibend ausgearbeitet war. Hier erfuhr man auch, wie es den Protagonisten nach ihrem Abenteuer erging.

„Kiss me in Paris“ ist eine sehr turbulente Geschichte, in derer die Figuren erst verstehen müssen, was eigentlich wirklich wichtig ist im Leben.



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