9. Februar 2018

Mondgeflüster in Fella - Band 2 von Lara Kessing

(Copyright: Lara Kessing)

Lara Kessing hat ihren zweiten Band der Fella-Dystopie im März 2017 herausgebracht. “Mondgeflüster“ umfasst 347 Seiten und kann unabhängig vom ersten Band gelesen werden.

Andras Leben wird durch ein schlimmes Unwetter vollkommen auf den Kopf gestellt. Die Tage danach werden alles ändern, denn die „Senks“ übernehmen die jegliche Ressourcen.
Doch Andra weiß, was hinter diesen „Senks“ steckt und ist auf der Hut. Ein Spiel um Leben und Tod beginnt, in dem sie immer mehr erkennt, wie wichtig Freiheit für alle Lebewesen ist ...

Lara Kessing lädt ein in ihre dystopische Welt voller Katastrophen und Bandenkriminalität.
Aber auch einer Welt in deren Menschen ihr großes Herz zeigen können und den Mut finden, um viele Leben retten zu können.
In diesem zweiten Band reist man mit Andra durch diese turbulente Zeit. Doch zuerst muss Andra sich mit ihrem besten Freund Lenn beschäftigen.
Diese Szenen zeigen, dass Andra ihr Herz am rechten Fleck hat und immer mehr erkennt, wie falsch diese Gang namens „Senk“ ihr Spiel mit den Jugendlichen spielen.

Aber dies ist nur ein kleines Vorgeplänkel, bevor die Autorin ihre Protagonistin gänzlich den Boden unter den Füßen wegreißt.
Ein gefährliches Spiel um Leben und Tod spielt Andra immer mehr in den Fokus der Senk und weder Figur noch Leser können erkennen, wer Freund und wer Feind ist.
Auch wenn ich persönlich Dystopien sehr liebe und versucht habe auf Andra einzugehen, so ist mir dies nur zu teilen gelungen.

Besonders negativ ist mir hier das fehlende Gefühl zwischen den Zeilen aufgefallen. Die Autorin versucht zwar mit ihrer Protagonistin Angst, Liebe und andere Gefühle zu übermitteln, aber leider ist ihre emotionslose Art alles dahin zu erzählen, nicht dafür geschaffen. Was ich ziemlich schade fand, da die Ideen hinter der Handlung wirklich gut sind.
Hier hätte es sehr geholfen, wenn die Autorin mehr Details beschrieben hätte – mit Worten gemalt hätte.

Auch die schnellen Abläufe, ohne erkennbares „Luftholen“ taten ihr übriges dazu. Manchmal ist es der Handlung nicht förderlich alle Ereignisse wie ein Schnellfeuer auf den Leser loszulassen.
Lara Kessing hat sich viel Mühe gegeben und Herzblut in ihre Dystopie gesteckt. Doch mehr detailreiche Ausarbeitungen würden ich mir für ihre zukünftigen Projekte wünschen.

„Mondgeflüster in Fella“ ist eine Geschichte mit guten Grundideen, die leider ohne jegliche Emotionen zu bestechen versucht.


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